Azubi Alltag: Distanzunterricht in der Berufsschule

Nach der verschärften Corona Maßnahme sind alle Auszubildenden inklusive Lehrer momentan wegen dem 2. Lock down im Distanzunterricht. Der Ablauf des Unterrichts beginnt um 8:00 Uhr mit einer morgendlichen Begrüßungsrunde, die wir mit eventuellen Fragen oder Anliegen der Schüler und Lehrer verknüpfen. Wir arbeiten mit dem Programm Microsoft Teams, was uns das Organisieren und Planen des Unterrichtes wesentlich vereinfacht. Die Schulstunden bei den jeweiligen Lehrern sind in dem entsprechenden Kanal zugeordnet. Ebenfalls bekommen wir den Stoff der gerade anwesenden Stunde von den Lehrern als Datei eingestellt.

Gemeinsam geben wir das Beste um den Unterricht so abwechslungsreich und verständlich wie möglich zu gestalten, z.B. gemeinsam den Stoff besprechen, Fragerunden, Gruppenarbeiten, Aufgaben selbstständig lösen und ansprechend zusammen besprechen und korrigieren.

Der Distanzunterricht ist eine ungewohnte jedoch eine gute Alternative, um mit dem Stoff nicht zurück zu bleiben, außerdem machen wir das Homeschooling mit den Lehrern gemeinsam und haben dadurch einen direkten Ansprechpartner.

Man ist durch den häuslichen Unterricht dazu geneigt sich schneller abzulenken, jedoch integrieren die Lehrer die Schüler stets in den Unterricht mit ein, sodass die Schüler dranbleiben. Des Weiteren machen wir zwischen durch auch mehrere Pausen, da die Konzentration schneller nachlässt, als in der Schule.

Kommunikation ist das A und O, da die Lehrer nicht anhand der Gesichtsausdrücke der Schüler erkennen können, ob sie alles verstanden haben, deshalb ist es wichtig nach zu fragen falls etwas nicht klar sein sollte.

Wir hoffen das wir diese schwere Zeit gut überstehen und bald gemeinsam wieder den Unterricht in der Berufsschule machen können.

Sinem Efir, 1. Ausbildungsjahr

 

32. Berufs-Info-Tag #digital am Samstag, 23. Januar 2021

live von 10 bis 15 Uhr

Besondere Umstände, neue Wege, DIE Chance – der Berufs-Info-Tag 2021 #digital, die virtuelle und interaktive Ausbildungsmesse, kommt direkt ins Wohnzimmer! Am Samstag, 23. Januar, dem Live-Messetag haben die Messebesucher die Chance live von 10 bis 15 Uhr mit Personen aus dem Wunsch-Unternehmen zu chatten, interessante Messestände aus allerlei Branchen kennenzulernen oder spannende Vorträge, Videos und Podcasts auf der virtuellen Bühne zu entdecken.
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation findet der Berufs-Info-Tag erstmalig als digitale Messe statt. Die Inhalte sind im Anschluss noch bis einschließlich Samstag, 30. Januar abrufbar. Alles was dafür gebraucht wird, ist ein Smartphone, PC oder Laptop – ohne Anmeldung, ohne Kosten.
Auch in diesem Jahr wird wieder einiges geboten: rund 50 regionale Unternehmen präsentieren mehr als 100 Ausbildungsberufe auf einer digitalen Plattform. Hier gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, am Live Messetag zwischen 10 bis 15 Uhr, mit den jeweiligen Ausbildungsverantwortlichen in Kontakt zu treten. Über eine Chatfunktion beantworten viele Unternehmen die Fragen direkt am Messestand. Auf der virtuellen Vortragsbühne gibt es außerdem jede Menge Videos und Podcasts zu entdecken. Neben wertvollen Tipps zum Vorstellungsgespräch, blicken die Messebesucher auch in die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der jeweiligen Unternehmen.

Der Berufs-Info-Tag wird bereits zum 32. Mal vom Arbeitskreis SchuleWirtschaft und der Sparkasse Kaufbeuren veranstaltet und soll Schülerinnen und Schülern einen gelungenen Übergang in die Arbeitswelt ermöglichen. Egal ob Mittelschüler/in, Realschüler/in oder Gymnasiast/in – diese Veranstaltung bietet Jugendlichen und ihren Eltern eine Plattform, sich aktiv über verschiedene Berufsbilder sowie Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren. Außerdem können sie die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe kennenlernen und erste persönliche Kontakte knüpfen. Für Unentschlossene, die Hilfe bei der Berufswahl benötigen, stehen die Berufsberater der Agentur für Arbeit, die ebenfalls Partner dieser interaktiven Veranstaltung sind, in einem separaten, virtuellen Raum zur Verfügung. Sie bieten beispielsweise Unterstützung bei den Bewerbungsunterlagen oder geben Tipps, wie das Vorstellungsgespräch zum Erfolg wird.

Seit Bestehen des Berufs-Info-Tages hat sich die Ausbildungssituation immer wieder verändert. Ursprünglich wurde der Infotag aus einem Mangel an Auszubildenden ins Leben gerufen. In den letzten Jahren drehte sich allerdings das Blatt und die Unternehmen konnten sich ihre Auszubildenden aus einer Vielzahl an Bewerbern aussuchen. Gegenwärtig sind wir allerdings wieder in der Ausgangssituation: Aufgrund des demografischen Wandels wird die Suche nach geeigneten Auszubildenden immer mehr zur Chefsache. Es reicht nicht mehr aus, auf die Bewerbungen der Schulabgänger zu warten. Vielmehr müssen die Firmen zunehmend um den besten Nachwuchs wetteifern. Die gezielte Nachwuchsgewinnung und die damit verbundene Fachkräftesicherung hat höchste Priorität in den regionalen Unternehmen. Unabhängig von all diesen Entwicklungen hat der Arbeitskreis SchuleWirtschaft am Berufs-Info-Tag festgehalten. Getreu dem Motto „Wege bereiten und begleiten“, ist es dem Arbeitskreis ein besonderes Anliegen, den Dialog zwischen Schülern, Eltern und der Wirtschaft zu fördern, um gemeinsam die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft mitzugestalten.

Die ausstellenden Firmen, Institutionen, Behörden, Berufsfachschulen und Fachoberschulen sind bestrebt, die einzelnen Ausbildungsberufe und Studiengänge umfassend und praxisnah darzustellen. Denn gute und detaillierte Informationen sind notwendig, um richtige Entscheidungen für das spätere Berufsleben zu treffen.

Weitere Informationen zum Berufs-Info-Tag #digital gibt es unter www.all-in.de/berufsinfotag. Unter diesem Link geht es auch ab dem 23. Januar zur virtuellen Messe.

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Neues Konjunkturpaket in Amerika

Frankfurt, 15. Januar 2021

Weniger spektakuläre Ereignisse als intensive Aktivitäten hinter den Kulissen bewegten die Finanzmärkte in der abgelaufenen Woche. In den USA arbeitet die neue Regierung Biden an einem weiteren, mittlerweile dem sechsten, Corona-Konjunkturpaket. Dies bedeutet einerseits eine Verbesserung des Wachstumsausblicks für die US-Wirtschaft, andererseits jedoch auch einen weiteren hohen Kapitalbedarf für den Staatshaushalt. Dies ließ die Renditen an den Anleihemärkten nach langer Zeit wieder ansteigen, was vorübergehend auch bei Bundesanleihen zu beobachten war. Für die Aktienmärkte wiederum sind steigende Zinsen Gift, allerdings war die Dosis noch zu gering, um Rückgänge bei Anteilsscheinen auszulösen. Dabei half auch, dass die Notenbanken sich sofort äußerten, ihre Geldpolitik aufrecht zu erhalten, was dämpfend auf den Renditeanstieg wirkte.

Geldpolitik nach der Krise

In der kommenden Woche tagt der Europäische Zentralbankrat. Mit neuen Maßnahmen angesichts der zu erwartenden Verschärfung des Lockdowns ist nicht zu rechnen, da die Notenbank bereits ein umfangreiches Paket auf den Weg gebracht hat. Trotz der schwierigen Umstände für die Wirtschaft schielen die Finanzmärkte bereits auf die Zeit nach Corona und erwarten Aufschlüsse über die künftige Geldpolitik. Ferner werden Stimmungsumfragen aus der europäischen Wirtschaft veröffentlicht. Diese werden zeigen, dass eine robuste Industrie sich zur wichtigen Stütze für die europäische Gesamtwirtschaft entwickelt hat.

Ihre Ansprechpartner in der Deka-Gruppe:

Holger Ullrich                                                       Steffie Müller
Telefon: +49 69 7147 7207                          +49 69 7147 2571
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Berufs-Info-Tag 2021 #digital

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen –

und bringen neue Wege mit sich.

Am Berufs-Info-Tag 2021 #digital können sich Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

Dieses Jahr bringen wir die Messe zu Ihnen nach Hause, sich dazu schalten ist ganz einfach, egal von welchem Standort aus.

Einfach reinklicken, mit den Arbeitgebern chatten,

Fragen stellen, Termine vereinbaren und Bewerbungen einreichen

Wann?

  • Am 23. Januar, von 10 bis 15 Uhr
  • Die Messe kann noch weitere 7 Tage 24 Stunden lang, bis zum 30. Januar ohne Anmeldung besucht werden.

Wie funktioniert das?

  • Einfach reinklicken, mit den Arbeitgebern chatten, Fragen stellen, Termine vereinbaren und Bewerbungen einreichen
  • Kostenlos und ganz ohne eine Voranmeldung

Soli-Abschaffung – so viel Geld sparen Sie

Der Solidaritätszuschlag fällt Anfang 2021 für die meisten weg: 5 Fragen und Antworten

Ab Januar 2021 wird der Solidaritätszuschlag abgeschafft – für rund 90 Prozent der Steuerzahler. Wir erklären, wer wie stark von der Neuregelung profitiert.

 

Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Nein, nicht an Ihren Partner. Klar, das ist auch eine Entscheidung, die man nur einmal im Leben trifft. Meistens jedenfalls. Gemeint ist hier der Ort, an den Sie sich binden, weil Sie eine Immobilie kaufen und zu Ihrem Heim machen.

Der Solidaritätszuschlag wurde ursprünglich 1991 (befristet auf ein Jahr) als Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und Körperschaftssteuer eingeführt. Damit sollten die Kosten für die deutsche Einheit finanziert werden, aber auch die Belastungen durch den zweiten Golfkrieg und die Unterstützung von Ländern in Mittel-, Ost- und Südeuropa. 1993 und 1994 wurde kein Solidaritätszuschlag eingezogen. Ab 1995 kehrte der Soli zurück. Die Begründung: Finanzierung der Kosten der deutschen Einheit. Allein im Jahr 2019 spülte er 19,65 Milliarden Euro in die Steuerkasse. Fast genau 30 Jahre nach dem Fall der Mauer hat sich der Bundestag 2019 auf die teilweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags geeinigt. Ende 2019 ist der Solidarpakt II ausgelaufen, der Finanzhilfen für die neuen Länder und Berlin geregelt hat.

Die überwiegende Mehrheit der Steuerzahler – nach Rechnung des Finanzministeriums sind das rund 90 Prozent – muss ab 2021 keinen Soli mehr zahlen, für sie entfällt der Zuschlag von 5,5 Prozent auf die Einkommens- oder Körperschaftssteuer komplett. Weitere 6,5 Prozent der Steuerzahler müssen den Zuschlag nur noch teilweise entrichten. Insgesamt würden 96,5 Prozent der Steuerzahler durch das Gesetz bessergestellt.

1. Für wen wird der Soli komplett abgeschafft und wer zahlt weiterhin?

Bereits jetzt gelten Freibeträge beim Soli: Wer weniger als 972 Euro beziehungsweise 1.944 Euro als Paar verdient, muss den Zuschlag nicht entrichten. Diese Freibeträge werden deutlich angehoben. Laut Bundesfinanzministerium gelten ab Januar 2021 folgende Grenzen:

Für Singles: Alleinstehende werden künftig erst ab einem Jahreseinkommen von rund 73.000 Euro brutto zur Kasse gebeten. Wer zwischen 73.000 und 109.000 Euro verdient, muss den Soli nur teilweise zahlen. Wer mehr verdient, muss den vollen Zuschlag bezahlen.

Für Paare ohne Kinder: Wo genau die Freibetragsgrenze liegt, hängt davon ab, ob beide in der Partnerschaft verdienen oder nur eine/r. Bei nur einem Einkommen liegt der Freibetrag bei rund 136.000 Euro. Bis etwa 206.000 Euro muss der Soli teilweise gezahlt werden, darüber der volle Zuschlag. Wenn beide zu gleichen Teilen zum gemeinsamen Einkommen beitragen, wird der Soli erst ab rund 147.000 Euro Bruttoeinkommen auf die Einkommensteuer aufgeschlagen. Ab etwa 219.000 Euro brutto muss der volle Soli gezahlt werden.

Für Familien mit Kindern: Hier kommt es auf die Zahl der Kinder an und inwieweit beide Partner zum Einkommen beitragen. Zum Beispiel muss bei einer

Familie mit einem Einkommen und zwei Kindern bei einem Jahresbrutto unter 151.000 Euro kein Soli gezahlt werden. Beträgt das Einkommen bis zu 221.000 Euro, ist der Soli teilweise zu zahlen, darüber wird der volle Zuschlag fällig.

Für Unternehmen: Laut Finanzministerium können sich auch viele Unternehmer freuen: Es sollen rund 88 Prozent der Gewerbetreibenden vollständig vom Soli befreit werden.

Kapitalerträge: Für Anleger mit Kapitalerträgen zum Beispiel aus Zinsen, Dividenden und dem Verkauf von Aktien und Fonds gilt der bisherige Steuerabzug. Liegt der Ertrag über dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro, muss neben der Abgeltungssteuer von 25 Prozent weiterhin 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag gezahlt werden.

Milderungszone

Wer knapp über einer Freibetragsgrenze liegt, soll nicht sofort voll zahlen müssen. Da das eine unfaire Belastung wäre, steigt der zu zahlende Soli-Betrag schrittweise an. Je mehr Sie also über der Grenze liegen, desto stärker werden Sie belastet.

2. Wie viel Geld spare ich?

Wie viel Geld Sie sparen, lässt sich pauschal nicht sagen. Das Bundesfinanzministerium führt auf seiner Website einige Rechenbeispiele auf, die zeigen, wer wie stark entlastet werden soll. Demnach hätte ein verheiratetes Paar mit einem gemeinsamen Einkommen von 120.800 Euro im Jahr und zwei Kindern knapp 1.000 Euro netto jährlich mehr zur Verfügung. Ein Single mit einem Einkommen von 31.200 Euro hätte 202 Euro mehr Netto im Jahr. Wenn Sie angestellt sind, können Sie Ihren Gehalts- oder Steuerunterlagen entnehmen, wie viel Solidaritätszuschlag Sie bislang gezahlt haben. Dann sehen Sie, wie groß Ihre persönliche Ersparnis künftig sein wird. Die Anpassung wird automatisch in den Lohnsteuerprogrammen der Arbeitgeber vorgenommen. Sie müssen nichts tun.

3. Was müssen Selbstständige beachten?

Für Selbstständige gelten dieselben Freibetragsgrenzen wie für Angestellte (siehe Frage 1). Allerdings wissen Selbstständige zumeist nicht, wie hoch ihr Einkommen 2021 genau ausfallen wird. Sie überweisen Vorauszahlungen an das Finanzamt, deren Höhe sich an den Einnahmen aus dem Jahr 2019 orientiert. Bei der Festsetzung der Vorauszahlungen wird das Finanzamt bei all jenen, die deutlich unter der Freibetragsgrenze liegen, den Soli nicht länger berücksichtigen. Wer aber mit seinem Einkommen 2019 über der Grenze lag, wird zunächst den Solidaritätszuschlag abführen müssen. Das kann problematisch sein, wenn die Einnahmen wegen der Coronakrise im nächsten Jahr geringer ausfallen. In diesemFall kann ein Änderungsantrag Abhile schaffen: Dann setzt das Finanzamt ein. Vorauszahlungen niedriger an. Das heißt aber auch: Wer 2021 voraussichtlich mehr verdienen wird als 2019 und dadurch über die Grenze des Solis kommt, sollte mit einer Steuernachzahlung rechnen. Auch hier kann ein Änderungsantrag sinnvoll sein: Dann wird die Vorauszahlung nach oben korrigiert.

4. Wie viel Geld geht dem Staat zukünftig „verloren“?

Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist die umfangreichste Steuersenkung seit über zehn Jahren. Nach Rechnungen des Bundesfinanzministeriums wird der Staat im ersten Jahr rund elf Milliarden Euro weniger einnehmen. Gerade in der Coronakrise erhofft sich die Bundesregierung einen konjunkturellen Impuls durch die Steuersenkung, weil Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen deutlich mehr für Güter und Dienstleistungen ausgeben können.

5. Was fordern die Kritiker der Neuregelung?

Viele Unternehmer, Selbstständige oder gut verdienende Facharbeiter werden auch nach den Änderungen weiter belastet. So kommt vor allem aus der Wirtschaft massive Kritik. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat Verfassungsbeschwerde eingereicht. Dabei geht es auch um den Solidaritätszuschlag im Jahr 2020: „Der Fortbestand des Soli nach Auslaufen des Solidarpakts II zum 31. Dezember 2019 ist verfassungswidrig. Wird der Soli nicht sofort für alle abgeschafft, kommt das einem moralischen Steuerbetrug an Mittelstand und Mittelschicht gleich.“ Der Bund der Steuerzahler unterstützt eine Musterklage gegen den Solidaritätszuschlag vor dem Bundesfinanzhof. Auch dabei geht es um die bereits geleisteten Soli-Zahlungen 2020: „Die Menschen haben sich darauf verlassen, dass die Politik Wort hält und den Soli gemeinsam mit dem Solidarpakt ad acta legt“, sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel. Forderungen, den Soli ausnahmslos für alle abzuschaffen, hält der Ökonom Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft entgegen: „Das ist nach dieser Krise nicht mehr realistisch. Das wird vor allem die Vermögenden belasten, ist aber auch in Ordnung so.“

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Jahresendrallye nicht mehr nötig

Frankfurt, 4. Dezember 2020

Kommt sie oder kommt sie nicht, die Jahresendrallye an den Aktienmärkten? Angesichts des mit dem November erfolgreichsten Börsenmonats aller Zeiten sind vielleicht eher einige Gewinnmitnahmen angezeigt, wie dies in dieser Woche am deutschen Aktienmarkt zu verzeichnen war. Doch selbst wenn die Marktteilnehmer ihr Pulver für dieses Jahr bereits verschossen haben sollten, bleiben die Bedingungen für Unternehmenswerte sehr günstig. Denn mit den weiteren Fortschritten bei der Impfstoffstoffzulassung, rückt eine Normalisierung des wirtschaftlichen Lebens ganz allmählich näher. In der Wirtschaftspolitik besteht darüber hinaus Einigkeit, die Stützungsprogramme noch eine Weile lang weiter laufen zu lassen, um die erreichten Erfolge nicht zu gefährden. Trotz aller verbliebenen Risiken ist die Zuversicht an den Finanzmärkten groß, dass die Wirtschaft die extremen Herausforderungen insgesamt meistern wird.

Arbeitsmarkt läuft

Wesentliches Ereignis der kommenden Börsenwoche ist die Sitzung des Zentralbankrates der Europäischen Zentralbank (EZB). Die neu vorgestellten makroökonomischen Projektionen dürften zeigen, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie noch lange nicht vorbei sind. Dies sollte durch die Produktionsdaten aus der deutschen Industrie untermauert werden. Entsprechend dürfte die EZB ihren Instrumenteneinsatz hochhalten. Um die geldpolitischen Impulse für Wirtschaft und Kreditmärkte noch für eine lange Zeit aufrechtzuerhalten. So sollte das Wertpapierkaufprogramm der EZB aufgestockt und verlängert sowie dem Bankensektor weitere langfristige Refinanzierung zur Verfügung gestellt werden.

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Holger Ullrich                                               Joachim Kary

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Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Dax hält das Tempo

Frankfurt, 27. November 2020

Der Dax hielt in dieser Woche nicht nur die Kursgewinne der vergangenen Wochen, er baute sie sogar noch aus. Weiterhin prallen alle Corona-Einschränkungen an den Märkten ab. Die wirtschaftlichen Einbußen der zweiten Welle sind zwar vorhanden. Dies bestätigten in den letzten Tagen die jüngsten Stimmungsumfragen bei den Unternehmen. Aber sie fallen bei weitem nicht so drastisch aus wie im Frühjahr. Mittlerweile haben fast alle Aktiengesellschaften über die Gewinnentwicklung im dritten Quartal berichtet. Mehr Unternehmen als sonst haben dabei positiv überrascht. Dies ist auch ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft ein großes Maß an Anpassungsfähigkeit an den Tag legt. Selbst in den Branchen, die von Corona besonders hart betroffen sind, wie etwa der Verkehrssektor, regen sich Hoffnungen auf wieder bessere Geschäfte im kommenden Jahr.

Arbeitsmarkt läuft

Im Mittelpunkt der Wirtschaftsdaten steht in der kommenden Woche der Bericht vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Für den November ist ein weiterer deutlich überdurchschnittlicher Beschäftigsaufbau zu erwarten. Zwar kann dadurch die durch die Corona-Krise entstandene Beschäftigungslücke noch längst nicht geschlossen werden. Trotzdem hat sich die Arbeitslosenquote in den USA in den vergangenen Monaten erstaunlich gut entwickelt. Sie sank von knapp 15 Prozent auf zuletzt knapp 7 Prozent und verdeutlich damit die ungewöhnlich rasante Dynamik des Corona-Konjunkturmusters. Ein Hingucker könnte auch das Treffen der OPEC werden. Der zuletzt wieder leicht angestiegene Ölpreis wird jedoch eher noch nicht dazu führen, dass die Fördermengen wieder erhöht werden.

 

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Steffie Müller                                                                Joachim Kary
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Endspurt für unsere Azubis im 3. Lehrjahr

Letzte Woche endeten die schriftlichen Abschlussprüfungen für unsere Auszubildenden im dritten Lehrjahr und unsere Auszubildenden freuten sich, dass Sie trotz der aktuellen Lage Ihre Prüfungen plangemäß schreiben konnten.

Meine Lehre hat erst angefangen aber ich bin jetzt schon auf die Prüfungen gespannt und hoffe, dass ich bis dahin genauso viel lerne um die Prüfungen genauso gut zu meistern!

 

Wir drücken dem (bald nicht mehr) 3. Lehrjahr weiterhin ganz fest die Daumen für Ihre mündliche Abschlussprüfung.

Bald habt Ihr es geschafft!

 

 

Ogün Uygun, 1. Lehrjahr

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Die Luft ist erstmal raus

Frankfurt, 20. November 2020

Die Corona-Infektionszahlen steigen in den USA weiter an, und auch dort greifen die Behörden zu neuen Beschränkungen, um eine Überforderung der Krankenhäuser zu verhindern. Das hat in dieser Woche nach den jüngsten Erfolgsmeldungen aus den Impfstofflaboren wieder zu einer leicht verstärkten Risikowahrnehmung an den Finanzmärkten geführt. Die Aktienmärkte konsolidierten, die Kurse von deutschen Bundesanleihen und US-Staatsanleihen legten leicht zu. Insgesamt hielten die Aktienkurse jedoch ihr hohes Niveau. Die überwiegenden Erwartungen lauten weiterhin, dass sich im Verlauf des kommenden Jahres allmählich eine Erleichterung an der Corona-Front einstellt. Gleichzeitig haben auch in dieser Woche die Notenbanken signalisiert, die monetären Bedingungen unverändert expansiv bestehen zu lassen.

Stimmungstest

Ganz gespannt warten die Finanzmarktteilnehmer auf die Konjunkturdaten der kommenden Woche. In Deutschland werden Befragungen der Unternehmen, etwa der Einkaufsmanagerindex oder der ifo-Geschäftsklimaindex, erste Aufschlüsse über die Folgen der neuerlichen Corona-Beschränkungen geben. Zwar werden die Einbußen nicht so hoch sein wie im Frühjahr, die Befragungsergebnisse dürften jedoch hinreichend schlecht ausfallen, um auf einen neuerlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in diesem Quartal schließen zu lassen. An den Märkten wird dies jedoch bereits erwartet, so dass die Kursreaktionen begrenzt ausfallen dürften. Mindestens genauso wichtig für das Marktgeschehen ist jedoch das Infektionsentwicklung in den USA.

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Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Licht am Ende des Corona-Tunnels

Frankfurt, 13. November 2020

Wie schnell sich in diesem Jahr die Megathemen an den Finanzmärkten die Klinke in die Hand geben, war in dieser Woche einmal mehr zu bestaunen.
In den USA wurden noch Stimmzettel gezählt, da platzte die Nachricht von BionTech/Pfizer in die sowieso schon gut gelaunten Aktienmärkte. Das Pharma-Duo will nach einer erfolgreichen Corona-Impfstoff-Studie eine baldige Zulassung beantragen.
Dies bringt keine grundsätzlich neuen Perspektiven in die Corona-Krise und macht auch die jetzigen Belastungen der zweiten Welle nicht leichter. Es reduziert aber die Risiken für das kommende Jahr erheblich. Zusammen mit der Erkenntnis, dass die konjunkturellen Beeinträchtigungen der neuerlichen Maßnahmen geringer als befürchtet ausfallen, stiegen die Aktienkurse weltweit an. Dabei wurden neben den Technologiewerten nun auch wieder verstärkt zyklische Unternehmenswerte gesucht.

Deal or No Deal?

In der kommenden Woche liefern die beiden größten Volkswirtschaften Daten über den Zustand ihrer Wirtschaften. In China lag die Industrieproduktion bereits in den ersten neun Monaten des Jahres wieder leicht über dem Niveau des Vorjahres. Diese starke Dynamik der Vormonate wird sich wohl im Oktober fortgesetzt haben. In den USA hinkt die Industrieproduktion dagegen ihrem Vorjahresstand noch hinterher. An diesem grundsätzlichen Bild dürfte sich auch mit den Oktoberzahlen nichts Wesentliches ändern. In Europa steht der letzte und endgültige Showdown für die Brexit-Verhandlungen bevor. Wird bis Ende kommender Woche kein Durchbruch erzielt, war es das mit dem Deal.

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