Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Frankfurt, 15.10.2021

Markterholung trotz schlechter Nachrichten

An den weltweiten Aktienmärkten hielten auch in der zurückliegenden Woche die hohen Schwankungen an. Die Begleitmusik bildete ein Potpourri aus schlechten Wirtschaftsnachrichten. So waren die aus den USA gemeldeten Inflationsdaten von 5,3 Prozent noch schlechter als ohnehin erwartet, die Energiepreise stiegen weiter an, und die Meldungen über immer neue Lieferprobleme in weiten Teilen der Welt wollten nicht abreißen. Umso erstaunlicher war es, dass in der zweiten Wochenhälfte eine starke Markterholung einsetzte, die den DAX wieder deutlich über die Marke von 15.000 Punkte hievte. Dahinter steckten sowohl gute Quartalsberichte der Unternehmen als auch Erwartungen, dass der Höhepunkt von Lieferengpässen und Inflationssorgen bald erreicht, wenn nicht sogar schon überschritten sein könnte. Während in einem oder zwei Jahren wohl das Thema der Lieferschwierigkeiten kaum mehr relevant sein dürfte, stellt die Inflation jedoch ein Risiko dar, das die Märkte noch länger begleiten könnte.

Konjunktureintrübung

Den Finanzmärkten steht eine Woche gefüllt mit Konjunkturmeldungen ins Haus. Den Beginn macht am Montag die chinesische Wachstumszahl für das dritte Quartal. Noch werden wahrscheinlich die Spuren der Immobilienkrise nicht in vollem Umfang beim Bruttoinlandsprodukt durchschlagen. Eine Wachstumsverlangsamung in China gilt aber als ausgemacht und damit auch ein Abbremsen der Weltwirtschaft. In Europa werden die Einkaufsmanagerindizes für den Monat Oktober gemeldet. Sie werden vermutlich ganz unter dem negativen Eindruck der gegenwärtigen Flaschenhals-Probleme der weltweiten Produktionsketten stehen.

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Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Frankfurt, 08.10.2021

Angeschlagener Aktienmarkt

Eine Berg- und Talfahrt vollführte der DAX in der vergangenen Woche. Nachdem der deutsche Leitindex schon in der Vorwoche geschwächelt hatte, gab es zur Wochenmitte einen neuerlichen Kursrutsch von etwa 2 Prozent, der allerdings in der zweiten Wochenhälfte wieder aufgeholt wurde. Grund für den Kursrutsch waren die dramatischen Meldungen von Preissteigerungen insbesondere aus dem Energiesektor, welche die ohnehin aufgeheizte Inflationsdebatte weiter befeuerten. An hohe Inflationsraten in der zweiten Jahreshälfte haben sich die Finanzmärkte zwar bereits gewöhnt. Noch mehr negative Überraschungen an dieser Front wecken allerdings zunehmend Befürchtungen, dass die Notenbanken mit einer Straffung der Geldpolitik gegenhalten müssen. Zudem bergen plötzliche Abwärtsbewegungen an Aktienmärkten immer die Gefahr einer Verselbstständigung, vor allem dann, wenn technische Kursmarken gerissen werden, oder Anleger aus Risikoüberlegungen heraus weitere Papiere abstoßen müssen. Die Aktienmärkte bleiben vorübergehend angeschlagen.

Ruhiges Datenumfeld

An den Finanzmärkten steht eine ruhige Datenwoche bevor. Mit dem Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung gibt es eine weitere Momentaufnahme der Unternehmensstimmung in Deutschland, die richtungsweisend für die Veröffentlichung des danach anstehenden Ifo-Geschäftsklimas sein wird. Weiterhin werden wieder zahlreiche Preisdaten für den Euroraum veröffentlicht. Diese sind aber durch die Vorabmeldungen der statistischen Ämter bereits zum großen Teil bekannt und sollten deswegen nicht nochmals zu ähnlichen Irritationen an den Finanzmärkten führen wie in der vergangenen Woche.

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Tennisclub Buchloe e.V. erhält Spende

Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren unterstützt den TC Buchloe mit 500 Euro.

Tennis ist ein Lifetime-Sport für Menschen jeden Alters, generationen- und geschlechterübergreifend
für die ganze Familie – ein Sport, der in Zeiten von Corona mit Abstand viele zusammenbringt. Dabei
stehen neben Bewegung an der frischen Luft, Spaß, Fitness und Ausdauer vor allem auch die Förderung
von Koordination, Konzentrationsfähigkeit, Taktik und mentaler Stärke im Vordergrund – alles Fähigkeiten,
die man auch im Alltag gut gebrauchen kann. Um möglichst viele Menschen für Tennis zu begeistern,
veranstaltet der TC Buchloe regelmäßig Schnupperkurse und Hallentrainings. Die Sparkasse Kaufbeuren
unterstützt den TC Buchloe deshalb mit einer Spende von 500 Euro für die aktive Nachwuchsarbeit.

 

Das Bild zeigt von links: Michael Sambeth, Leiter Marketing Sparkasse Kaufbeuren und Thomas Schöttl,
1. Vorstand TC Buchloe

Foto: Sparkasse

Sparkasse fördert Kultur Poetry Slammer – Bas Böttcher zu Gast im Gymnasium Buchloe

Das Gymnasium Buchloe freut sich über eine Spende in Höhe von insgesamt 1.300 Euro, die unter anderem für die Veranstaltung mit dem bekannten Poetry Slammer Bas Böttcher verwendet wird. Bas Böttcher, Schriftsteller und Slam-Poet, gilt als Mitbegründer der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene. Seine Texte gelten als Klassiker der zeitgenössischen Bühnenlyrik. Im Rahmen des Allgäuer Literaturfestivals gelang es dem Gymnasium Buchloe, unter der Leitung von Dr. Angela Bogner, den bekannten Slammer für einen Auftritt in der Aula des Gymnasiums zu gewinnen.

 

„Durch die enge und langjährige Kooperation mit dem Gymnasium Buchloe können wir gemeinsame Projekte unbürokratisch und schnell verwirklichen. Es freut uns sehr, dass unsere Kooperation auch im Allgäuer Literaturfestival Ausdruck findet“, bekräftigt Michael Sambeth, Leiter Marketing bei der Sparkasse

 

Das Bild zeigt v.l.n.r.:

Poetry Slammer Bas Böttcher, Dr. Angela Bogner (Schulleiterin Gymnasium Buchloe), Michael Sambeth (Leiter Marketing Sparkasse)

Foto: Sparkasse Kaufbeuren

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

 

 

Frankfurt, 01.10.2021

 

 

Das Ende der Gemütlichkeit

Es wird etwas ruppiger an den Aktienmärkten. Nachdem das Ergebnis der Bundestagswahl zu Beginn der Woche noch mit Kursanstiegen begrüßt wurde, traten im Wochenverlauf schnell andere Themen in den Fokus. Insbesondere die immer häufigeren Probleme mit Materialknappheiten und Lieferengpässen in der Weltwirtschaft lassen den Konjunkturherbst inzwischen recht trüb aussehen. Das sorgt für sinkende Aktienkurse. Ein weiteres Ergebnis dieser Flaschenhals-Ökonomie sind Preissteigerungen. Letztere werden auch an der deutschen Inflationsrate deutlich. Sie lag im September bei 4,1 Prozent. Die Finanzmärkte nahmen es jedoch relativ gelassen hin. Hier hat sich inzwischen die Meinung durgesetzt, dass sich mit einer Normalisierung in der Industrie im kommenden Jahr auch die Inflationsrate wieder verringern wird.

 

Signale für die Geldpolitik

Das Datenhighlight der kommenden Woche ist der September-Bericht vom US-Arbeitsmarkt. Bereits im August sorgte das Infektionsgeschehen in den USA dafür, dass die Anzahl der Beschäftigten weniger stärker anstieg als in den Vormonaten. Sollte sich diese Tendenz fortsetzen, würde dies den Druck auf die US-Notenbank nehmen, ihre Geldpolitik wegen hoher Inflationszahlen zu straffen. Aktien- und Rentenmärkte würden wieder ein wenig durchatmen. In Deutschland werden die Produktionszahlen für den August wahrscheinlich einen weiteren Rückgang in der Industrie anzeigen, der weder durch die Bauproduktion noch durch die Energieerzeugung kompensiert werden kann.

 

 

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Frankfurt, 24.09.2021

 

 

Resistente Aktienmärkte

 

Eine bewegte Börsenwoche liegt hinter uns. Die Schieflage des Immobilienentwicklers Evergrande war für den chinesischen Finanzmarkt zu Beginn der Woche ein Schock. Glücklicherweise ist der dortige Kapitalmarkt – ganz im Gegensatz zur Güterproduktion – international noch verhältnismäßig schwach vernetzt. Ausländische Gläubiger waren von den Ereignissen insofern kaum betroffen, was einen erheblichen Unterschied zur Lehman-Pleite vor mehr als zehn Jahren darstellt. Ein wahrscheinlich nachlassendes Wirtschaftswachstum in China aufgrund der Turbulenzen im Immobiliensektor wird trotzdem die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten belasten. Hierzulande erholten sich die Aktienkurse schnell wieder, selbst nachdem die US-Notenbank Mitte der Woche eine Straffung ihrer Geldpolitik in Aussicht stellte.

 

Inflationsgespenster

Der Aufreger der kommenden Woche wird die Inflationsrate in Deutschland sein. Unter anderem aufgrund der Produktionsengpässe in der Weltwirtschaft steigt die Inflationsrate auf mehr als 4 Prozent an. Obwohl einzelne Preise bereits wieder rückläufig sind, wird es doch bis ins kommende Jahr hinein dauern, bis die Zahlen wieder Richtung des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent fallen. Auch der Einkaufsmanagerindex aus China wird starke Beachtung finden, gibt er doch Auskunft darüber, wie sehr die gegenwärtigen Finanzturbulenzen in China die Stimmung in der Wirtschaft beeinträchtigen.

 

 

 

 

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Frankfurt, 17.09.2021

Knappheit treibt die Preise

Das bestimmende Thema der vergangenen Tage war Knappheit. Die Knappheit sowohl von Rohstoffen, als auch von Vorleistungsgütern und Transportkapazitäten führte zu spürbaren Produktionsproblemen bei den Unternehmen, wie den jüngsten Umfragen zu entnehmen war. Daneben gab es einen weiteren Mangel: Wind. Auch bei der Stromproduktion kam es zu Engpässen, die die Preise für Großhändler an den Strombörsen nach oben trieben. Eng wurde es zudem bei Rohöl und Erdgas, weil die Tropenstürme im Golf von Mexiko die dortige Produktion behindern. Insofern ist es nur logisch, dass die Inflationsdiskussion weiterhin auf Hochtouren läuft. Immerhin stiegen die US-Verbraucherpreise im August mit 5,3 Prozent etwas moderater als im Vormonat. Das wiederum hielt die Unruhe an den Aktienmärkten trotz der genannten Widrigkeiten in Schach, sodass diese weitgehend seitwärts tendierten.

Leitzinswende – aber nur in Norwegen
Neben der US-Notenbank Fed wird in der kommenden Woche eine weitere, deutlich kleinere Zentralbank im Fokus stehen. Norwegen dürfte am Donnerstag als erstes Industrieland nach der Corona-Krise die Leitzinswende vollziehen. Wenige Stunden zuvor wird am Mittwochabend in den USA die Fed ihre geldpolitische Entscheidung kommunizieren. Dort ist eine erste Leitzinserhöhung vorerst nicht in Sicht. Allerdings könnte es klare Signale für eine Rückführung der Anleihekäufe geben, die zum Jahreswechsel 2021/22 beginnen könnte. Für Euroland werden die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes und das ifo Geschäftsklima für Deutschland aktuelle Einblicke in die Lage der Unternehmen geben.

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Frankfurt, 10.09.2021

Unternehmensstimmung sinkt
Die Aktienmärkte zeigten sich in der abgelaufenen Woche etwas verstimmt. Der deutsche Aktienindex Dax gab vorübergehend über 2,5 Prozent nach, nachdem er zu Beginn der Woche noch einmal an seinem historischen Höchststand gekratzt hatte. Die Wirtschaftsdaten waren nicht dazu angetan, Euphorie zu erzeugen. Die Stimmung in den Unternehmen ist auch in diesem Monat weiter abgekühlt. Vielfältige Produktionshürden hindern die Unternehmen am Abarbeiten der hohen Auftragsbestände. Die neuesten Exportzahlen für die deutsche Wirtschaft waren zwar auf den ersten Blick erfreulich. Zieht man aber die Preissteigerungen bei Vorleistungsgütern ab, wird aus dem Exportanstieg ein Rückgang. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es in der Weltwirtschaft nicht rund läuft. Die Entscheidung der EZB für eine sehr moderate Reduzierung ihres Anleihe-Kaufvolumens war an den Finanzmärkten erwartet worden und führte daher nicht zu Irritationen.

Inflation bleibt Top-Thema
Im Zentrum des Interesses an den Finanzmärkten stehen in der kommenden Woche die Preisdaten aus den USA. Fast überall haben in den vergangenen Monaten die Inflationszahlen stets nach oben hin überrascht. Insbesondere bei Rohstoff-, Transport- und Erzeugerpreisen ist der Druck hoch. Eine Überwälzung in die Verbraucherpreise haben viele Unternehmen angekündigt. Auch bei den jetzt anstehenden Zahlen für den Monat August dürfte die Inflationsrate in den USA weiter über fünf Prozent verharren. Eine neuerliche negative Überraschung könnte die US-Geldpolitik weiter unter Druck setzen, ihren laxen Kurs zu korrigieren.

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Frankfurt, 03.09.2021

Schwächere Konjunkturdaten werden hingenommen
Bei allen konjunkturellen Unwägbarkeiten im Detail nehmen die Finanzmärkte das große Bild gelassen hin. Denn das Niedrigzinsumfeld wird von den Notenbanken unverändert gewährleistet. Von den hohen Inflationsraten für Deutschland und Euroland zeigten sich die Finanzmarktteilnehmer unbeeindruckt. Dass Stimmungsindikatoren von im Sommer sehr hohen Niveaus kommend nachgeben, wie für August beim europäischen Wirtschaftsvertrauen geschehen, passt ebenfalls ins Bild. Selbst überraschend schwache Einkaufsmanagerindizes aus China, oder das enttäuschende Bruttoinlandsprodukt Indiens im zweiten Quartal wurde an den Börsen in dieser Woche hingenommen. Dazu trägt bei, dass trotz coronabedingten Lieferengpässen bei Unternehmen die Gewinnperspektiven für dieses Jahr als nach wie vor gut eingeschätzt werden.

Taktgebende Notenbanken im Fokus
Der Datenkalender hält in der kommenden Woche weniger gehaltvolle Veröffentlichungen parat als in der vorigen. Umso wichtiger werden die Notenbanksitzungen der Bank of England am Mittwoch und der Europäischen Zentralbank am Donnerstag sein, die den Märkten ihre maßgebliche Einschätzung zur aktuellen Lage offenbaren werden. Die nach wie vor bestehenden coronabedingten Risiken für die Konjunktur dürften die Zentralbanker leiten, die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten und die Geldpolitik nicht zu verändern. Die Notenbanken fungieren damit weiter als Felsen in der wirtschaftlichen Brandung und wirken mithin unterstützend für die Kapitalmärkte.

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Frankfurt, 27.08.2021

Aktienmärkte schlagen sich wacker

Es war keine leichte Woche, die es an den Börsen zu verarbeiten galt: Die schlechten Nachrichten aus Afghanistan, die steigenden Corona-Inzidenzwerte, Sorgen zu höheren Inflationsraten und auch rückläufige Konjunkturindikatoren. Diese Gemengelage hat den ifo Geschäftsklimaindex für August sinken lassen. Die Erwartungen der Unternehmen haben für den weiteren Konjunkturverlauf deutlich nachgegeben. Die Gründe dafür liegen darin begründet, dass mit Aktivitätseinschränkungen bei den Dienstleistern durch neuerliche Corona-Hemmnisse zu rechnen ist und es seitens der Industrie zu Lieferengpässe bei Vorprodukten kommt. Für das dritte Quartal ist die Konjunkturdynamik indes klar aufwärtsgerichtet und auch die Gewinnsituation in den Unternehmen gut. Vor diesem Hintergrund haben sich die Aktienmärkte nahe ihrer Höchststände wacker geschlagen.

Marktrelevante Konjunkturdaten voraus
Die nächste Woche hat es in sich. Am Dienstag dürfte sich beim Einkaufsmanagerindex in China zeigen, welche aktuellen Belastungen aus der fortgesetzten No-Covid-Strategie mit erheblichen Restriktionen schon bei Einzelfällen entstehen. Wenige Stunden später werden die Preisdaten für Euroland mit einem Anstieg der Inflationsrate im August bekannt gegeben. Basis- und Sondereffekte sind hier maßgeblich, doch bleiben für die Europäische Zentralbank die Unwägbarkeiten über die weitere Inflationsdynamik unter besonderer Beobachtung. Die kommende Woche schließt mit dem US-Arbeitsmarktbericht, also der marktrelevanten Beschäftigungsentwicklung, die Raum für Enttäuschungen bietet.

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