Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Hammer aus den USA

Frankfurt, 1. Februar 2019

Der Börsenhammer der Woche schlug in den USA zu. Die US-
amerikanische Notenbank (Fed) verkündete eine Zinspause und ließ damit
ihren Leitzins unverändert. An den Aktienmärkten wurde dies bereits als
Beendigung des gegenwärtigen Zinsstraffungskurses der Fed interpretiert.
Entsprechend freundlich fiel die Kursreaktion an den US-Börsen aus.
Hierzulande allerdings hielten sich die positiven Effekte in Grenzen. Obwohl
auch die Europäische Zentralbank deutliche Signale in Richtung
Verschiebung von Zinserhöhungen gegeben hat, belasten doch die
dunklen konjunkturellen Regenwolken den Börsenhimmel. Die
Stimmungsindikatoren in Euroland haben ihren Abwärtstrend noch nicht
beendet. Für Deutschland deuten sie kaum noch einen Zuwachs der
Wirtschaftsleistung an. Die Unsicherheiten rund um den Brexit tragen da
auch nicht zur Stimmungsverbesserung bei.

Inflationsrückgang im Euroraum

Nach enttäuschenden Umfrageindikatoren in der Eurozone im Januar
richtet sich in der kommenden der Blick auf den Februar. Die Sentix-
Finanzmarktumfrage zu Konjunkturlage und -erwartungen für die Eurozone
eröffnet den Reigen der monatlichen Erhebungen und ist somit der erste
Stimmungstest des Monats. Verglichen mit der vergangenen Umfrage
zeigen sich die Aktienmärkte in merklich besserer Verfassung. Da allerdings
zuletzt die Konjunkturindikatoren deutlich enttäuschten und die Prognosen
spürbar nach unten korrigiert wurden, sollten die Erwartungen dennoch
weiter fallen. Die Lageeinschätzung dürfte allein schon aufgrund ihres
immer noch hohen Werts weiter nachgeben, sodass in der Summe das
Sentix-Konjunkturklima abermals sinkt.

Kreis-und Stadtsparkasse Kaufbeuren
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Daniela Späth
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