Elementarschäden – ein wirtschaftliches Risiko für jeden von uns

  • Keine staatlichen Soforthilfen mehr ab 1. Juli 2019

Auch das Allgäu ist vor extremen Wetterereignissen nicht gefeit. Sturmtief Axel, das erst im Mai durch Bayern fegte, erwischte diese Region empfindlich. Immer stärker rücken somit zunehmende Naturgefahren in den Fokus der Aufmerksamkeit, wie die Informationsveranstaltung „Elementarschäden – ein wirtschaftliches Risiko für jeden von uns“ der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren belegt.

2 Experten informierten bei der Informationsveranstaltung „Elementarschäden – ein wirtschaftliches Risiko für jeden von uns“ am 3. Juni 2019 (19 Uhr) die rund 120 Besucher über die Entwicklungen von Naturkatastrophen, gaben Hintergrundinformationen und zeigten Lösungen auf, wie persönliche Risiken abgesichert werden können.

Axel Flöring, Diplom-Ökönom und Rückversicherungsmakler bei Guy Carpenter & Compan, sowie Geowissenschaftlerin Dr. Miriam Dühnforth von der Versicherungskammer Bayern standen interessierten Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort zu klimatischen Entwicklungen, heutigen und künftigen Gefahren sowie dem geeigneten Versicherungsschutz. Zusätzlich ist Frau Caroline Moser, Leiterin des Wirtschaftsreferats der Stadt Kaufbeuren, in einem Grußwort auf die lokale Situation in Kaufbeuren und die städtischen Liegenschaften eingegangen. Fr. Moser erklärte, dass alle städtischen Immobilien mit einer Elementarversicherung für den Ernstfall ausgestattet sind.

Miriam Dühnforth erläutert: „Starkregenereignisse nehmen zu und können auch in Siedlungsgebieten fernab von Flüssen zu katastrophalen Überschwemmungen führen. Daher ist es in Zeiten des Klimawandels wichtig, für derartige Ereignisse abgesichert zu sein.“ Nach wie vor unterschätzen viele Menschen die Gefahr, beispielsweise Opfer von Überschwemmung durch Starkregen oder Hochwasser zu werden. Dazu kommen im Winter die Gefahren durch Schneedruck oder Lawinen. Schäden an Hab und Gut können existenzgefährdend sein. Und zwar auch in Gegenden Bayerns, in denen kein Mensch damit gerechnet hat.

In der Wohngebäude- bzw. Hausratversicherung deckt der Kernschutz Schäden durch Sturm und Hagel. Überschwemmung durch Starkregen oder Hochwasser, Schneedruck oder Lawinen sind nur versichert, wenn jeweils eine Elementarschadenversicherung als Zusatz vereinbart ist. Während in Deutschland heute 43 Prozent aller Gebäude mit einer Elementarschadenversicherung gegen Naturgefahren wie z.B. Überschwemmung durch Starkregen oder Hochwasser, Rückstau, Lawinen, Schneedruck, Erdbeben und Erdrutsch versichert sind, haben in Bayern bislang nur 34 Prozent der Häuser diesen elementaren Schutz. Hr. Flöring zeigte in seiner Präsentation auf, wie andere Staaten mit diesem Thema umgehen und wie bspw. die Schweiz eine Versicherungsquote von 99 % erreichen konnte.

Der Blick auf die aktuellen Schadenzahlen erhärtet die Notwendigkeit des richtigen Versicherungsschutzes:Allein in Bayern zahlte die Versicherungskammer Bayern 2018 rund 100 Millionen Euro für Schäden durch Unwetter an Betroffene aus.

Zunehmend wichtiger wird diese Absicherung auch aufgrund eines Kabinettsbeschlusses der Bayerischen Staatsregierung: Ab dem 1. Juli 2019 wird es keine staatlichen Soforthilfen mehr geben, sofern die Immobilie gegen Elementarschäden versicherbar gewesen wäre. Deshalb ist es wichtig, sich selbst gegen Elementarschäden bei Naturkatastrophen abzusichern. Für ein Standard-Einfamilienhaus kostet eine Elementarversicherung rund 100 Euro im Jahr. Das ist deutlich weniger als eine Vollkaskoversicherung für ein Auto. Übrigens liegen die starkregenreichsten Regionen Deutschlands allesamt in Bayern.

 

 

 

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