Auszubildende eröffnen eigene digitale Geschäftsstelle

Im Rahmen ihrer Ausbildung konzipieren und planen die Azubis des 2. Lehrjahres eigenverantwortlich eine neue digitale Geschäftsstelle im Pop-up Store der Sparkassenpassage.

„Am 11.6.2019 ist es tatsächlich soweit – wir eröffnen unsere eigene digitale Geschäftsstelle“, freuen sich Marc und Lisa aus dem 2. Ausbildungsjahr.

Der Projektauftrag, den die Azubi-Gruppe Anfang Januar erhalten hat, ist hochspannend aber auch herausfordernd. Sie sollen das Konzept und die Planung für eine neue digitale Geschäftsstelle der Sparkasse Kaufbeuren entwickeln. Und das in 5 Monaten. Die Geschäftsstelle soll am 11.6.2019 in der Sparkassen-Passage in den Räumlichkeiten des Pop-up Stores eröffnet werden. Ziel ist es, in dieser Geschäftsstelle die vielfältigen Themen der Digitalisierung zu zeigen und zu erklären. Jung, zukunftsweisend und kreativ – mit Einblicken in die digitalen Möglichkeiten von heute und Visionen der digitalen Zukunft.

Respekt vor der Aufgabe gehört dazu. Das weiß die Gruppe, aber die Freude überwiegt eindeutig.

„Wir haben uns über das Vertrauen, das uns der Vorstand entgegenbringt, wirklich riesig gefreut. Wir sind vom ersten Moment von dem Thema begeistert gewesen – eine tolle Chance für uns zu zeigen, was wir können.

Die gute Mischung an kreativen Köpfen, technischen Impulsgebern und kühlen Rechnern in unserem Lehrjahr ist gut, um ein solches Projekt umzusetzen. Dazu kommen die Begleitung und Unterstützung der Kollegen in der Sparkasse, auf die wir bei Fragen zurückgreifen können.“

So richtig können sie das komplexe Thema noch gar nicht umgreifen. Die erste Projektsitzung war eher verwirrend als zielführend meint Lisa Boch.

„Bereits in der ersten gemeinsamen Projektsitzung wurde gleich über Budgets, Ausstattung, Möblierung und Angebote diskutiert. Jeder hatte so viele Fragen im Kopf:

  • Wie soll unsere Geschäftsstelle aussehen?
  • Welche Möbel brauchen wir?
  • Welche digitalen Themen und Angebote wollen wir auf jeden Fall zeigen?
  • Womit erreichen wir die verschiedenen Menschen am besten?
  •  Wie machen wir auf uns aufmerksam?
  • Welche Kosten kommen auf uns zu?“

 

Der Anfang in einem solchen Projekt ist gar nicht so leicht  

„Es waren in ganz kurzer Zeit ziemlich viele Themen auf dem Tisch – ich glaube es ist wichtig, dass wir uns die Zeit nehmen, alle Themen gut zu strukturieren. Sonst vergessen wir vielleicht etwas Wesentli-ches. Aber momentan stehen wir noch am Anfang – da ist das Sammeln von Ideen wirklich gut! Alle sind mit Begeisterung dabei, das sieht man jetzt schon!“

Die Sparkasse möchte mit der Vergabe solcher Projekte die Eigenverantwortung der Auszubildenden stärken, ihre Kreativität und ihre Ideen nutzen und die Leidenschaft dafür stärken, an einem großen gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Es ist den Verantwortlichen dabei wichtig, keine „Schubladen“-Projekte zu beauftragen, sondern an Themen zu arbeiten, die dann auch tatsächlich umgesetzt werden.

„Projektarbeit hat viele Facetten. Die Auszubildenden sollen lernen, Aufgaben zu strukturieren, Termine zu koordinieren und mit hoher Effizienz zu arbeiten, um ihr Projekt erfolgreich umzusetzen. Sie lernen die Stärken aller im Team gut einzusetzen, sich aufeinander zu verlassen und Zuständigkeiten zu verteilen. Am Schluss können sie gemeinsam wirklich stolz sein auf das, was sie erreicht haben. Wir unterstützen sie im Prozess, überlassen Ihnen aber die inhaltliche und thematische Steuerung selbst“, erklärt Michael Sambeth, Leiter Marketing, der das Projekt mitbegleitet.

Wie in jeder Projektarbeit gibt es auch Abstimmungstermine mit dem Vorstand, in denen es darum geht, die gefundenen Ideen zu vertreten und Vorstellungen zu verteidigen. Verhandlungsstärke, Sinn für Machbarkeit und Zielorientierung sind dabei ebenso wichtig wie Kompromissbereitschaft im Team.

Den Auszubildenden Vertrauen und Verantwortung geben ist wichtige Voraussetzung für das Gelingen

Von Seiten des Vorstands gibt es in der Sparkasse viel Vertrauen in die Fähigkeiten der Auszubilden-den: „Wir geben den Auszubildenden gerne diese Verantwortung – wir wissen, dass wir hier nicht enttäuscht werden. Den jungen Nachwuchsmitarbeitern ist viel zuzutrauen. Ihre Ideen, ihre Leistungsbereitschaft und ihr Engagement sind für uns ein toller Mehrwert und es macht Spaß die Projekte in ihrer Entstehung zu beobachten. Die Auszubildenden und wir als Sparkasse können dabei gemeinsam viel lernen. Die Gruppen zu erleben macht mich auch immer wieder stolz! Ich freue mich bereits auf die ersten Ergebnisse und dann natürlich auf die Eröffnung im Juni“, so Franz Endhardt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse.

Und wie geht es jetzt weiter?

Marc Abholz hat im Team die Projektleitung übernommen.

„Im ersten Schritt werden wir versuchen, die großen Themenblöcke zu definieren und dann Teilteams bilden, die parallel arbeiten können. Das macht uns schneller und effizienter.

Gleichzeitig wollen wir gemeinsam eine Zielvision entwickeln. Wir wollen nicht nur als Geschäftsstelle da sein, sondern können uns auch vorstellen unterschiedlichen Gruppen einzuladen, um

das Thema anschaulich näherzubringen. Das können Schulklassen sein, Lehrer, Eltern, Senioren oder Menschen mit Handicap – je nach Bedarf und Fragen.“

Mit den nächsten Projektsitzungen sind wir hoffentlich schon weiter…….

 

Für das 2. Ausbildungsjahr

Lisa Boch + Marc Abholz

Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren