32. Berufs-Info-Tag #digital am Samstag, 23. Januar 2021

live von 10 bis 15 Uhr

Besondere Umstände, neue Wege, DIE Chance – der Berufs-Info-Tag 2021 #digital, die virtuelle und interaktive Ausbildungsmesse, kommt direkt ins Wohnzimmer! Am Samstag, 23. Januar, dem Live-Messetag haben die Messebesucher die Chance live von 10 bis 15 Uhr mit Personen aus dem Wunsch-Unternehmen zu chatten, interessante Messestände aus allerlei Branchen kennenzulernen oder spannende Vorträge, Videos und Podcasts auf der virtuellen Bühne zu entdecken.
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation findet der Berufs-Info-Tag erstmalig als digitale Messe statt. Die Inhalte sind im Anschluss noch bis einschließlich Samstag, 30. Januar abrufbar. Alles was dafür gebraucht wird, ist ein Smartphone, PC oder Laptop – ohne Anmeldung, ohne Kosten.
Auch in diesem Jahr wird wieder einiges geboten: rund 50 regionale Unternehmen präsentieren mehr als 100 Ausbildungsberufe auf einer digitalen Plattform. Hier gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, am Live Messetag zwischen 10 bis 15 Uhr, mit den jeweiligen Ausbildungsverantwortlichen in Kontakt zu treten. Über eine Chatfunktion beantworten viele Unternehmen die Fragen direkt am Messestand. Auf der virtuellen Vortragsbühne gibt es außerdem jede Menge Videos und Podcasts zu entdecken. Neben wertvollen Tipps zum Vorstellungsgespräch, blicken die Messebesucher auch in die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der jeweiligen Unternehmen.

Der Berufs-Info-Tag wird bereits zum 32. Mal vom Arbeitskreis SchuleWirtschaft und der Sparkasse Kaufbeuren veranstaltet und soll Schülerinnen und Schülern einen gelungenen Übergang in die Arbeitswelt ermöglichen. Egal ob Mittelschüler/in, Realschüler/in oder Gymnasiast/in – diese Veranstaltung bietet Jugendlichen und ihren Eltern eine Plattform, sich aktiv über verschiedene Berufsbilder sowie Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren. Außerdem können sie die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe kennenlernen und erste persönliche Kontakte knüpfen. Für Unentschlossene, die Hilfe bei der Berufswahl benötigen, stehen die Berufsberater der Agentur für Arbeit, die ebenfalls Partner dieser interaktiven Veranstaltung sind, in einem separaten, virtuellen Raum zur Verfügung. Sie bieten beispielsweise Unterstützung bei den Bewerbungsunterlagen oder geben Tipps, wie das Vorstellungsgespräch zum Erfolg wird.

Seit Bestehen des Berufs-Info-Tages hat sich die Ausbildungssituation immer wieder verändert. Ursprünglich wurde der Infotag aus einem Mangel an Auszubildenden ins Leben gerufen. In den letzten Jahren drehte sich allerdings das Blatt und die Unternehmen konnten sich ihre Auszubildenden aus einer Vielzahl an Bewerbern aussuchen. Gegenwärtig sind wir allerdings wieder in der Ausgangssituation: Aufgrund des demografischen Wandels wird die Suche nach geeigneten Auszubildenden immer mehr zur Chefsache. Es reicht nicht mehr aus, auf die Bewerbungen der Schulabgänger zu warten. Vielmehr müssen die Firmen zunehmend um den besten Nachwuchs wetteifern. Die gezielte Nachwuchsgewinnung und die damit verbundene Fachkräftesicherung hat höchste Priorität in den regionalen Unternehmen. Unabhängig von all diesen Entwicklungen hat der Arbeitskreis SchuleWirtschaft am Berufs-Info-Tag festgehalten. Getreu dem Motto „Wege bereiten und begleiten“, ist es dem Arbeitskreis ein besonderes Anliegen, den Dialog zwischen Schülern, Eltern und der Wirtschaft zu fördern, um gemeinsam die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft mitzugestalten.

Die ausstellenden Firmen, Institutionen, Behörden, Berufsfachschulen und Fachoberschulen sind bestrebt, die einzelnen Ausbildungsberufe und Studiengänge umfassend und praxisnah darzustellen. Denn gute und detaillierte Informationen sind notwendig, um richtige Entscheidungen für das spätere Berufsleben zu treffen.

Weitere Informationen zum Berufs-Info-Tag #digital gibt es unter www.all-in.de/berufsinfotag. Unter diesem Link geht es auch ab dem 23. Januar zur virtuellen Messe.

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Neues Konjunkturpaket in Amerika

Frankfurt, 15. Januar 2021

Weniger spektakuläre Ereignisse als intensive Aktivitäten hinter den Kulissen bewegten die Finanzmärkte in der abgelaufenen Woche. In den USA arbeitet die neue Regierung Biden an einem weiteren, mittlerweile dem sechsten, Corona-Konjunkturpaket. Dies bedeutet einerseits eine Verbesserung des Wachstumsausblicks für die US-Wirtschaft, andererseits jedoch auch einen weiteren hohen Kapitalbedarf für den Staatshaushalt. Dies ließ die Renditen an den Anleihemärkten nach langer Zeit wieder ansteigen, was vorübergehend auch bei Bundesanleihen zu beobachten war. Für die Aktienmärkte wiederum sind steigende Zinsen Gift, allerdings war die Dosis noch zu gering, um Rückgänge bei Anteilsscheinen auszulösen. Dabei half auch, dass die Notenbanken sich sofort äußerten, ihre Geldpolitik aufrecht zu erhalten, was dämpfend auf den Renditeanstieg wirkte.

Geldpolitik nach der Krise

In der kommenden Woche tagt der Europäische Zentralbankrat. Mit neuen Maßnahmen angesichts der zu erwartenden Verschärfung des Lockdowns ist nicht zu rechnen, da die Notenbank bereits ein umfangreiches Paket auf den Weg gebracht hat. Trotz der schwierigen Umstände für die Wirtschaft schielen die Finanzmärkte bereits auf die Zeit nach Corona und erwarten Aufschlüsse über die künftige Geldpolitik. Ferner werden Stimmungsumfragen aus der europäischen Wirtschaft veröffentlicht. Diese werden zeigen, dass eine robuste Industrie sich zur wichtigen Stütze für die europäische Gesamtwirtschaft entwickelt hat.

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Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Politischer Schock und steigende Märkte

Frankfurt, 08. Januar 2021

Die Erstürmung des US-amerikanischen Parlaments durch fanatische Trump-Anhänger markiert einen weiteren Höhepunkt in der Sorge um die politische Zukunft des Landes. An den Finanzmärkten bildete sich dies jedoch nicht ab, da es sich um eine schleichende Entwicklung handelt, deren Gewicht bei aller gegenwärtigen Dramatik in der Zukunft ungewiss bleibt. Dagegen brachte das Ergebnis der Senats-Nachwahlen in Georgia eine neue handfeste Perspektive für die kommende US-Regierung. Mit einer, wenn auch nur hauchdünnen, Mehrheit nun auch im Senat werden die Demokraten sehr viel mehr Durchsetzungsmöglichkeiten haben, etwa bei Wirtschaftsmaßnahmen. So sollte das neue Konjunkturprogramm kräftiger ausfallen als bislang erwartet. Die Aktienmärkte quittierten dies mit neuen Höchstständen. In Deutschland ging es für den Dax hinauf auf 14.000 Punkte. An den Anleihemärkten gab es demgegenüber leichte Kursrückgänge, weil der Finanzierungsbedarf des Staates noch weiter ansteigen wird.

Auswirkungen von Corona
Insbesondere für die US-Wirtschaft wird in der kommenden Woche eine Fülle von Konjunkturdaten gemeldet werden, so etwa der Einzelhandelsumsatz oder die Industrieproduktion. Sie können weiteren Aufschluss geben über die Auswirkungen der neuerlichen Lockdown-Bedingungen auf die US-Volkswirtschaft, die bislang verhältnismäßig gering geblieben sind. Für Europa steht mit dem Sentix-Indikator der Beginn der monatlichen Stimmungsumfragen auf dem Programm. Auch hier steht im Vordergrund, wie sich die zweite Corona-Welle auf die Unternehmen niederschlägt.

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Berufs-Info-Tag 2021 #digital

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen –

und bringen neue Wege mit sich.

Am Berufs-Info-Tag 2021 #digital können sich Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

Dieses Jahr bringen wir die Messe zu Ihnen nach Hause, sich dazu schalten ist ganz einfach, egal von welchem Standort aus.

Einfach reinklicken, mit den Arbeitgebern chatten,

Fragen stellen, Termine vereinbaren und Bewerbungen einreichen

Wann?

  • Am 23. Januar, von 10 bis 15 Uhr
  • Die Messe kann noch weitere 7 Tage 24 Stunden lang, bis zum 30. Januar ohne Anmeldung besucht werden.

Wie funktioniert das?

  • Einfach reinklicken, mit den Arbeitgebern chatten, Fragen stellen, Termine vereinbaren und Bewerbungen einreichen
  • Kostenlos und ganz ohne eine Voranmeldung

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Corona-Mutations-Schreck währt nur kurz

Frankfurt, 23. Dezember 2020

Die Nachricht von einer noch weit ansteckenderen Mutation des Corona-Virus, die im Vereinigten Königreich vermehrt beobachtet wurde, hat Anfang dieser Woche die Märkte mächtig durchgeschüttelt. Doch der Schreck war nur von kurzer Dauer. Die Händler vertrauen auf die Wirkmacht der Impfungen sowie der weltweiten geldpolitischen und fiskalischen Unterstützung. In den USA hat sich der Kongress auf ein weiteres umfangreiches Corona-Hilfspaket geeinigt. Dieses könnte der Wirtschaft zusätzlichen Schwung verleihen. Allerdings ziert sich Präsident Trump zu unterschreiben. Derweil signalisieren regionale US-Stimmungsdaten wie auch die deutschen Umsatzsteuervoranmeldungen, dass zumindest die Industrie weiterhin ohne größere Einschränkungen läuft. Insofern lautet die gute Nachricht, dass die Pandemie derzeit die Wirtschaft deutlich weniger bremst als im Frühjahr 2020.

Weihnachtliche Langeweile

Es ist weiterhin nicht klar, ob das Vereinigte Königreich zum 31.12.2020 die EU mit oder ohne Austrittsvertrag verlässt. Die kurzfristigen Grenzschließungen haben jedoch einen gewissen Vorgeschmack darauf gegeben, wie schwierig der Grenzverkehr bei einem harten Brexit werden könnte. Ansonsten stehen in der Nachweihnachtswoche nur wenige Daten zur Veröffentlichung an. Der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe könnte mit einem leichten Rückgang aufwarten, jedoch auch dann noch ein anhaltend solides Wachstum signalisieren.

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Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Ausrufezeichen der US-Notenbank

Frankfurt, 18. Dezember 2020

Die Corona-Pandemie weitet sich in diesen Tagen weiter aus, ob es uns gefällt oder nicht. Die Neuinfektionszahlen und Sterbefälle sind hoch, in Europa und nicht zuletzt in Deutschland leider auf Rekordniveau. Die Konsequenz daraus: Europa fährt das öffentliche Leben wieder herunter. Die Konjunkturdaten für November fallen insofern trist aus. Das war zwar zu erwarten, und ist doch nicht schön. In diesem Umfeld werden Konjunkturprognosen eher reduziert – nicht so bei der US-Notenbank Fed. Sie zeigte sich in ihrer Sitzung am Mittwoch überraschenderweise extrem zuversichtlich bezüglich des zukünftigen US-Wachstums. Dabei möchte sie zunächst weiter im aktuellen Tempo Anleihen kaufen und nicht vor Ende 2023 die Leitzinsen anheben. Dies stimulierte die Börsen: S&P 500, Nasdaq und auch der deutsche M-Dax erzielten neue Allzeithochs.

Dax vor Weihnachten mit neuen Allzeithoch?

Haben die Aktienmärkte noch Puste? Dem stehen freilich die negativen Auswirkungen des Lockdowns in Europa sowie das Zitterspiel beim Thema Brexit – vor dem Hintergrund der in der Silvesternacht endenden Übergangsfrist beim EU-Austritt – entgegen. Auch von den Konsumdaten aus den USA muss man am kommenden Mittwoch keinen Stimulus erwarten. So dürfte bei schwindenden Handelsumsätzen möglicherweise noch die grundsätzliche und bestätigte geldpolitische Unterstützung der Notenbanken für freundliche Märkte sorgen. So kann es auch für den Deutschen Aktienindex Dax am Ende eines turbulenten Jahres zum Allzeithoch reichen.

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Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Corona belastet weiterhin

Frankfurt, 11. Dezember 2020

Die Stimmung an den Aktienmärkten ist in der zurückliegenden Woche etwas angespannter geworden. Erneute Rekorde bei den Covid19-Ansteckungen und Todesfällen in Deutschland machten es in den Augen der Börsenteilnehmer immer mehr fraglich, ob mit einem harten Lockdown bis nach Weihnachten gewartet werden kann. In den USA ging es zudem nicht voran mit weiteren Fiskalhilfen. An der Mollstimmung konnte auch die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in den USA nichts ändern. Auch dort leidet die Wirtschaft nun langsam unter den steigenden Fallzahlen und den damit einhergehenden regionalen Restriktionen für die Wirtschaft. Zwar werden die hohen Kursniveaus grundsätzlich wohl Bestand haben, aber auch die Börse könnte auf ein etwas trübes Jahresende zusteuern.

Stimmung in der zweiten Welle

Europa leidet unter hohen Covid-19-Infektionszahlen und den damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen. Das geht an der Wirtschaft nicht spurlos vorüber. Dies dürften auch die Einkaufsmanagerindizes für Euroland im Dezember zeigen, ebenso wie das in der kommenden Woche veröffentliche ifo-Geschäftsklima. Allerdings bleibt es dabei: Der Wirtschaftseinbruch im vierten Quartal wird in Euroland wesentlich geringer ausfallen, als der Einbruch im Frühjahr. Denn die europäische Industrie, darunter insbesondere die deutsche, ist im vierten Quartal eine wichtige Stütze für die Gesamtwirtschaft geworden, während hingegen die Dienstleister besonders stark durch die Lockdown-Maßnahmen belastet werden.

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Soli-Abschaffung – so viel Geld sparen Sie

Der Solidaritätszuschlag fällt Anfang 2021 für die meisten weg: 5 Fragen und Antworten

Ab Januar 2021 wird der Solidaritätszuschlag abgeschafft – für rund 90 Prozent der Steuerzahler. Wir erklären, wer wie stark von der Neuregelung profitiert.

 

Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Nein, nicht an Ihren Partner. Klar, das ist auch eine Entscheidung, die man nur einmal im Leben trifft. Meistens jedenfalls. Gemeint ist hier der Ort, an den Sie sich binden, weil Sie eine Immobilie kaufen und zu Ihrem Heim machen.

Der Solidaritätszuschlag wurde ursprünglich 1991 (befristet auf ein Jahr) als Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und Körperschaftssteuer eingeführt. Damit sollten die Kosten für die deutsche Einheit finanziert werden, aber auch die Belastungen durch den zweiten Golfkrieg und die Unterstützung von Ländern in Mittel-, Ost- und Südeuropa. 1993 und 1994 wurde kein Solidaritätszuschlag eingezogen. Ab 1995 kehrte der Soli zurück. Die Begründung: Finanzierung der Kosten der deutschen Einheit. Allein im Jahr 2019 spülte er 19,65 Milliarden Euro in die Steuerkasse. Fast genau 30 Jahre nach dem Fall der Mauer hat sich der Bundestag 2019 auf die teilweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags geeinigt. Ende 2019 ist der Solidarpakt II ausgelaufen, der Finanzhilfen für die neuen Länder und Berlin geregelt hat.

Die überwiegende Mehrheit der Steuerzahler – nach Rechnung des Finanzministeriums sind das rund 90 Prozent – muss ab 2021 keinen Soli mehr zahlen, für sie entfällt der Zuschlag von 5,5 Prozent auf die Einkommens- oder Körperschaftssteuer komplett. Weitere 6,5 Prozent der Steuerzahler müssen den Zuschlag nur noch teilweise entrichten. Insgesamt würden 96,5 Prozent der Steuerzahler durch das Gesetz bessergestellt.

1. Für wen wird der Soli komplett abgeschafft und wer zahlt weiterhin?

Bereits jetzt gelten Freibeträge beim Soli: Wer weniger als 972 Euro beziehungsweise 1.944 Euro als Paar verdient, muss den Zuschlag nicht entrichten. Diese Freibeträge werden deutlich angehoben. Laut Bundesfinanzministerium gelten ab Januar 2021 folgende Grenzen:

Für Singles: Alleinstehende werden künftig erst ab einem Jahreseinkommen von rund 73.000 Euro brutto zur Kasse gebeten. Wer zwischen 73.000 und 109.000 Euro verdient, muss den Soli nur teilweise zahlen. Wer mehr verdient, muss den vollen Zuschlag bezahlen.

Für Paare ohne Kinder: Wo genau die Freibetragsgrenze liegt, hängt davon ab, ob beide in der Partnerschaft verdienen oder nur eine/r. Bei nur einem Einkommen liegt der Freibetrag bei rund 136.000 Euro. Bis etwa 206.000 Euro muss der Soli teilweise gezahlt werden, darüber der volle Zuschlag. Wenn beide zu gleichen Teilen zum gemeinsamen Einkommen beitragen, wird der Soli erst ab rund 147.000 Euro Bruttoeinkommen auf die Einkommensteuer aufgeschlagen. Ab etwa 219.000 Euro brutto muss der volle Soli gezahlt werden.

Für Familien mit Kindern: Hier kommt es auf die Zahl der Kinder an und inwieweit beide Partner zum Einkommen beitragen. Zum Beispiel muss bei einer

Familie mit einem Einkommen und zwei Kindern bei einem Jahresbrutto unter 151.000 Euro kein Soli gezahlt werden. Beträgt das Einkommen bis zu 221.000 Euro, ist der Soli teilweise zu zahlen, darüber wird der volle Zuschlag fällig.

Für Unternehmen: Laut Finanzministerium können sich auch viele Unternehmer freuen: Es sollen rund 88 Prozent der Gewerbetreibenden vollständig vom Soli befreit werden.

Kapitalerträge: Für Anleger mit Kapitalerträgen zum Beispiel aus Zinsen, Dividenden und dem Verkauf von Aktien und Fonds gilt der bisherige Steuerabzug. Liegt der Ertrag über dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro, muss neben der Abgeltungssteuer von 25 Prozent weiterhin 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag gezahlt werden.

Milderungszone

Wer knapp über einer Freibetragsgrenze liegt, soll nicht sofort voll zahlen müssen. Da das eine unfaire Belastung wäre, steigt der zu zahlende Soli-Betrag schrittweise an. Je mehr Sie also über der Grenze liegen, desto stärker werden Sie belastet.

2. Wie viel Geld spare ich?

Wie viel Geld Sie sparen, lässt sich pauschal nicht sagen. Das Bundesfinanzministerium führt auf seiner Website einige Rechenbeispiele auf, die zeigen, wer wie stark entlastet werden soll. Demnach hätte ein verheiratetes Paar mit einem gemeinsamen Einkommen von 120.800 Euro im Jahr und zwei Kindern knapp 1.000 Euro netto jährlich mehr zur Verfügung. Ein Single mit einem Einkommen von 31.200 Euro hätte 202 Euro mehr Netto im Jahr. Wenn Sie angestellt sind, können Sie Ihren Gehalts- oder Steuerunterlagen entnehmen, wie viel Solidaritätszuschlag Sie bislang gezahlt haben. Dann sehen Sie, wie groß Ihre persönliche Ersparnis künftig sein wird. Die Anpassung wird automatisch in den Lohnsteuerprogrammen der Arbeitgeber vorgenommen. Sie müssen nichts tun.

3. Was müssen Selbstständige beachten?

Für Selbstständige gelten dieselben Freibetragsgrenzen wie für Angestellte (siehe Frage 1). Allerdings wissen Selbstständige zumeist nicht, wie hoch ihr Einkommen 2021 genau ausfallen wird. Sie überweisen Vorauszahlungen an das Finanzamt, deren Höhe sich an den Einnahmen aus dem Jahr 2019 orientiert. Bei der Festsetzung der Vorauszahlungen wird das Finanzamt bei all jenen, die deutlich unter der Freibetragsgrenze liegen, den Soli nicht länger berücksichtigen. Wer aber mit seinem Einkommen 2019 über der Grenze lag, wird zunächst den Solidaritätszuschlag abführen müssen. Das kann problematisch sein, wenn die Einnahmen wegen der Coronakrise im nächsten Jahr geringer ausfallen. In diesemFall kann ein Änderungsantrag Abhile schaffen: Dann setzt das Finanzamt ein. Vorauszahlungen niedriger an. Das heißt aber auch: Wer 2021 voraussichtlich mehr verdienen wird als 2019 und dadurch über die Grenze des Solis kommt, sollte mit einer Steuernachzahlung rechnen. Auch hier kann ein Änderungsantrag sinnvoll sein: Dann wird die Vorauszahlung nach oben korrigiert.

4. Wie viel Geld geht dem Staat zukünftig „verloren“?

Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist die umfangreichste Steuersenkung seit über zehn Jahren. Nach Rechnungen des Bundesfinanzministeriums wird der Staat im ersten Jahr rund elf Milliarden Euro weniger einnehmen. Gerade in der Coronakrise erhofft sich die Bundesregierung einen konjunkturellen Impuls durch die Steuersenkung, weil Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen deutlich mehr für Güter und Dienstleistungen ausgeben können.

5. Was fordern die Kritiker der Neuregelung?

Viele Unternehmer, Selbstständige oder gut verdienende Facharbeiter werden auch nach den Änderungen weiter belastet. So kommt vor allem aus der Wirtschaft massive Kritik. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat Verfassungsbeschwerde eingereicht. Dabei geht es auch um den Solidaritätszuschlag im Jahr 2020: „Der Fortbestand des Soli nach Auslaufen des Solidarpakts II zum 31. Dezember 2019 ist verfassungswidrig. Wird der Soli nicht sofort für alle abgeschafft, kommt das einem moralischen Steuerbetrug an Mittelstand und Mittelschicht gleich.“ Der Bund der Steuerzahler unterstützt eine Musterklage gegen den Solidaritätszuschlag vor dem Bundesfinanzhof. Auch dabei geht es um die bereits geleisteten Soli-Zahlungen 2020: „Die Menschen haben sich darauf verlassen, dass die Politik Wort hält und den Soli gemeinsam mit dem Solidarpakt ad acta legt“, sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel. Forderungen, den Soli ausnahmslos für alle abzuschaffen, hält der Ökonom Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft entgegen: „Das ist nach dieser Krise nicht mehr realistisch. Das wird vor allem die Vermögenden belasten, ist aber auch in Ordnung so.“

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Aktienmärkte im US-Wahlchaos robust

Frankfurt, 6. November 2020

Zu der wichtigsten Frage der Woche – wer künftiger US-Präsident sein wird –gesellte sich schnell eine weitere Frage, nämlich: Warum zeigen sich die Aktienmärkte trotz des Wahlchaos‘ so robust? Noch während der Auszählungsphase stieg der US-amerikanische Aktienindex Dow Jones um gut sieben, der US-Technologieindex NASDAQ sowie der deutsche Leitindex DAX um acht Prozent an. Womöglich zeigt aber gerade die gründliche und im wesentlichen friedliche Ausführung der Wahl, dass wichtige demokratische Institutionen abseits des umstrittenen Verhaltens des amtierenden US-Präsidenten eben doch funktionieren. Daneben bietet die Aussicht auf einen gespaltenen Kongress aus Sicht der Kapitalmärkte die Garantie dafür, dass es nicht zu wirtschaftspolitischen Radikalentscheidungen kommt. Und dazu kommt, dass die wirtschaftlichen Fundamentaldaten in den USA trotz ansteigender Coronazahlen ordentlich ausfallen.

 

Keine Ruhe nach dem Sturm

Selbst wenn eine Mehrheit im US-Präsidentschaftsrennen feststeht, haben die Märkte diese Wahl noch nicht abgehakt. Überraschungsmöglichkeiten reichen vom Abstimmungsverhalten der Wahlmänner und -frauen, über Gerichtsentscheidungen zu Einwänden oder Nachzählungen bis hin zu Nachwahlen im Bundesstaat Georgia im Januar. Die Finanzmärkte werden daher auch in den kommenden Wochen wachsam auf Nachrichten aus dem Hexenkessel der Präsidentschaftswahl achten, bevor sie wieder zur Tagesordnung der Wirtschaftsdaten übergehen.

 

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Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren gleich zweimal als Testsieger ausgezeichnet

Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren wurde jetzt vom Deutschen Institut für Bankentests ausgezeichnet und hat als Testsieger im Vergleich mit 6 anderen Banken die Gesamtnote 1,27 erhalten.

Angelo Picierro, Vorstandmitglied der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren freut sich über die beiden Auszeichnungen mit dem Qualitätssiegel der renommierten Zeitung DIE WELT. „Damit wird von wirklich unabhängiger Seite eine überzeugende Beratungsqualität bestätigt, die alle unsere Kundinnen und Kunden das ganze Jahr hindurch zuverlässig und individuell jederzeit abrufen können.

„Dies ist die Hauptbotschaft hinter dieser Qualitäts-Auszeichnung, die sich in erster Linie an unsere treuen Kundinnen und Kunden in Kaufbeuren richtet – und auch an die, die es künftig werden wollen!Insbesondere ist es eine Auszeichnung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tagtäglich mit viel Engagement, Fachkompetenz und ehrlicher Freundlichkeit für ihre Kunden da sind.“, betont Angelo Picierro.

Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren freut gleichzeitig darüber, dass sie zusätzlich im „Digital Banking“-Test des Deutschen Instituts für Bankentests und DIE WELT mit der Note „sehr gut“ abgeschnitten zu haben und lädt dazu ein, sich immer wieder neu von der hohen Qualität ihrer Angebote zu überzeugen. Angelo Picierro unterstreicht „das unabhängige Institut bestätigt, dass wir in Sachen Digitalisierung im Sinne unserer Kunden richtig handeln. Zudem ist ein solcher Qualitätspreis von kompetenter und unabhängiger Stelle eine wichtige Bestätigung unserer Digitalstrategie, mit der wir die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren auch weiterhin vertrauensvoll und verlässlich in die Zukunft führen werden.“

In Kaufbeuren wurden die vier Bereiche „Atmosphäre/Freundlichkeit“, „Beratungsqualität“, „Angebote an Kunden“ und „Konditionen/Preise“ untersucht. Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren erreichte dabei vier Mal die Note Eins vor dem Komma.

Auszug aus der Begründung des Deutschen Instituts für Bankentests:

„… Die Untersuchungen der Beratungsqualität bei Banken und Sparkassen sollen dem Bürger eine Orientierungshilfe bei der Wahl der Bankverbindung sein. Ausgangssituation ist in einer Region das sogenannte „Mystery Shopping“. Eine wissenschaftliche Untersuchungsmethode, bei der ein Tester einen Beratungstermin vereinbart und unangemeldet eine Beratung zu verschiedenen Themen wünscht. Der Testkunde gibt an, dass er demnächst in die Region zieht und eine neue, gute Bankverbindung sucht. Der Testablauf gibt dabei eine reale Beratungssituation wieder, bei der dem Berater eine Vielzahl von Informationen zur persönlichen und finanziellen Situation des Kunden gegeben werden, die es im Beratungsgespräch zu beachten und zu analysieren gilt. Dadurch ist es möglich gemeinsam mit dem Kunden eine maßgeschneiderte Lösung zu erarbeiten, die an den persönlichen, individuellen Bedürfnissen ausgelegt ist.

Zur Beurteilung der Qualität des Prozesses und Beraters dienen 30 Bewertungskriterien, die Bundesbürger bei einer Bankverbindung für entscheidend und besonders wichtig halten.

Dabei geht es zunächst um die Atmosphäre im Beratungsgespräch und die Freundlichkeit des Beraters. Dann um die entscheidenden Punkte, ob die Bankberater die richtige, passende Analyse vornehmen. Nicht nur die Wünsche des Kunden sind dabei zu berücksichtigen, sondern auch seine persönliche Lebenssituation, Pläne, Ziele, Vorhaben, Einkommenssituation, Ausgaben und das zur Verfügung stehende Geld für Wünsche – insbesondere für die Finanzierungen.

Hat der Kunde alle Vorteile, wie zum Beispiel staatliche Förderungen, Prämien, Zulagen genutzt oder hat er günstige und passende Kredite und Versicherungen? Sind seine Ersparnisse richtig angelegt und wie sieht es mit der Zukunftsplanung der Familie bzw. des Kunden aus? Erst dann sollte der Berater Empfehlungen geben – auch konkrete Produktangebote, wenn finanziell etwas zu optimieren ist – sowohl beim Sparen als auch beim Finanzieren.

Sind die getroffenen Aussagen auch für Laien verständlich und nachvollziehbar? Kann der Kunde bei den ausgehändigten Produktunterlagen und Informationen alles auf einen Blick erkennen und entsprechen diese den gesetzlichen Anforderungen? Werden Aussagen zur Sicherheit der Geldanlage gemacht? Passen die Preise für die Finanzierungen im Vergleich zum Wettbewerb? Und bleiben keine Fragen mehr offen, die beantwortet werden müssen…“

Das Bild zeigt v.l.n.r.: Andreas Inning (Individualkundenberater), Christine Schrom (Vermögensberaterin), Monika Gietz (Privatkundenberaterin) und Angelo Picierro (Vorstandsmitglied)