Ein Fahrtraining für Fahranfänger lohnt sich doppelt

Lisa Felber hat ein Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht absolviert. Das zahlt sich jetzt für sie aus.

Die Teilnahme an der Aktion „Könner durch Er-fahrung“ der Landesverkehrswacht Bayern hat sich für Lisa Felber aus Kaufbeuren gleich doppelt ausgezahlt. Nicht nur um Erfahrungen rund um die Fahrpraxis reicher, sondern zudem auch um 400 €. Denn unter allen Kursteilnehmer/innen, die an einem der Fahrsicherheitstrainings im Jahr 2019 teilgenommen hatten, wurden 25 Sparbücher mit der bereits angesparten Geldsumme von den bayerischen Sparkassen ausgelost. Stellvertretend für die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren überreichte Carmen Wallraven, Vertriebsleiterin Stationärer Vertrieb, der glücklichen Gewinnerin vergangenen Mittwoch den Scheck. Die bayerischen Sparkassen begleiten diese Aktion von Anfang an und stellen die Mittel aus dem Ertrag des Sparkassen- PS-Sparen und Gewinnen zur Verfügung.

v.l.n.r.: Helmut Folter von der Kreisverkehrswacht Kaufbeuren, Lisa Felber sowie Carmen Wallraven, Vertriebsleiterin Stationärer Vertrieb der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren

Genau 739 kostenlose Veranstaltungen für junge Fahranfänger/innen haben die Verkehrswachten 2019 in Bayern durchgeführt. Mit diesen „Könner durch Er-fahrung“ genannten Trainings haben die Verkehrswachten wieder einen großen Beitrag für die Sicherheit der jungen Fahrer/innen geleistet. Dies ist nötig, weil immer noch zu viele junge Menschen im Straßenverkehr ihr Leben lassen.

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Michael Sambeth

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Seit 35 Jahren bieten die bayerischen Verkehrswachten Fahrtrainings für junge Leute an, die ihren Führerschein für das Auto oder Motorrad seit ein bis zwei Jahren haben und die mit dem eigenen Fahrzeug testen wollen, inwieweit sie schon zu den „Könnern“ auf Bayerns Straßen zählen.

2019 nahmen knapp 7.350 junge Menschen an einem solchen Training teil. Seit Beginn der Aktion imJahr 1984 konnten knapp 490.000 Teilnehmer/innen von den Fahrsicherheitstrainings profitieren. So lernten sie, Gefahren im Straßenverkehr früh zu erkennen und richtig zu reagieren. Die Kursteilnehmer/innen der Fahrsicherheits-Trainings haben ein Drittel weniger Unfälle als ihre Altersgenossen, wie eine Untersuchung des TÜV SÜD belegt. „Könner durch Er-fahrung“ für junge Fahrer/innen zwischen 18 und 24 Jahren, ist bundesweit das erfolgreichste Programm für Fahrfertigkeitstraining.

Dank der Zusammenarbeit von 134 bayerischen Verkehrswachten, der Bereitschaftspolizei, des Bundesgrenzschutzes, der Bundeswehr und der Berufsgenossenschaften kann das Programm in Bayern nahezu flächendeckend angeboten werden. Rund 600 ehrenamtliche Moderatoren – darunter Fahrlehrer, Polizeibeamte, Soldaten oder TÜV-Mitarbeiter – üben mit den Fahranfänger/innen, ihr Auto oder Motorrad in schwierigen Situationen unter Kontrolle zu halten.

Nähere Auskünfte zur Aktion „Könner durch Er-fahrung“ erteilt die Kreisverkehrswacht Kaufbeuren,

Unter dem Berg 16 a, 87600 Kaufbeuren, Tel. 08341-18386,

Email: kreisverkehrswacht.kaufbeuren@online.de

 

 

Sparkasse unterstützt die Jugendarbeit des Tennisclub Neugablonz

Der Tennisclub Neugablonz veranstaltete in den Pfingstferien ein Schnupper- und Probetraining mit dem ehemaligen Tennisprofi Martin Bartonek. Dieses Angebot traf auf reges Interesse nicht nur bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen vier und 15 Jahren, sondern auch etliche Erwachsene nutzten die Möglichkeit unverbindlich auszuprobieren, ob Ihnen Tennis Spaß macht. Mit Geduld und der Methodik des erfahrenen Trainers stellte sich schnell der Erfolg bei den meisten ein, einige Bälle über das Netz schlagen zu können. Die Freude an der Bewegung und dem Spiel mit Schläger und Ball war den Kindern und auch den Eltern förmlich anzusehen.

Tennis ist ein Lifetime-Sport für Menschen von vier bis 90 Jahren, Generationen- und geschlechterübergreifend für die ganze Familie – ein Sport, der in Zeiten von Corona mit Abstand viele zusammenbringt. Dabei stehen neben Bewegung an der frischen Luft, Spaß, Fitness und Ausdauer vor allem auch die Förderung von Koordination, Konzentrationsfähigkeit, Taktik und mentaler Stärke im Vordergrund – alles was man auch in der Schule gut gebrauchen kann.

Die Sparkasse unterstützt die Jugendarbeit des Tennisclub Neugablonz großzügig mit einem Betrag von 500 Euro. „Durch die enge und langjährige Kooperation mit dem TC Neugablonz können wir gemeinsame Projekte unbürokratisch und schnell verwirklichen. Es freut uns sehr, dass unsere Kooperation in diesem tollen Projekt Ausdruck findet.“ sagte Michael Sambeth, Leiter Marketing der Sparkasse.

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Sparkasse Kaufbeuren unterstützt Kulturverein Podium

Der Kulturverein Podium Kaufbeuren ermöglicht mit seinen über viele Jahre aufgebauten guten Kontakten zu namhaften Künstlern und Agenturen ein attraktives Angebot unterschiedlichster Veranstaltungen. Schwerpunktmäßig gibt es im Podium Kabarett, Musik, Ausstellungen sowie über diese Bereiche hinausgehende Darbietungen. Doch die Corona-Krise zwang Kulturvereine, wie das Podium, in eine extrem schwierige Lage. Durch die Veranstaltungsabsagen und Konzertausfälle sind ihnen von einem Tag ein Großteil der Einnahmen weggebrochen.

„Mit dem Kulturverein Podium verbinden wir seit vielen Jahren eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Aus diesem Grund möchten wir mit einer Spende in Höhe von 2.500 € eine Unterstützung in dieser anspruchsvollen Zeit leisten.“ betont Angelo Picierro, Vorstandsmitglied der Sparkasse.

Auf dem Bild von links nach rechts:

Oda Lindner vom Kulturverein Podium und Angelo Picierro, Vorstandsmitglied der Sparkasse

Bild vom 09.06.2020, Michael Sambeth Sparkasse.

Hast du Bock auf Bank? Unser virtuelles Praktikum

Ausbildungsberufe gibt es viele. Banken auch. Aber nicht überall werden Moderne und Tradition, Kundenkontakt und Computer-Skills sowie Zielstrebigkeit und Teamgeist so vereint, wie Du es in einer Ausbildung zur Bankkauffrau / zum Bankkaufmann bei der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren erlebst.

Eine Ausbildung bei uns ist mehr als nur ein Job in einer Bank. Wir suchen junge Talente, die Spaß daran haben, ihren Mit menschen weiterzuhelfen – und dafür braucht man noch nicht mal die Note „sehr gut“ in Mathematik, denn Hilfsbereitschaft wird einem in die Wiege gelegt. Umso besser ist es natürlich, wenn Du Dich für Wirtschaftsthemen im Allgemeinen und Finanzen im Beson deren interessierst. Teamarbeit sollte für Dich ebenfalls kein Problem sein, denn die Planung, Organisation und Durchführung von diversen Projekten während der Ausbildungszeit klappt nun mal besser in der Gemeinschaft.

Was dich als Auszubildende(r) bei uns erwartet, findest du bei unserem digitalen Praktikum über Instagram herraus. Folge jetzt unserem Instagram-Account @sparkassekaufbeuren und begleite unsere Azubis einen Tag bei ihrer Arbeit.

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Corona-Ostern

Frankfurt, 9. April 2020

In den Wochen vor Ostern gab es eine nicht enden wollende Auflegung von Anti-Krisen-Programmen. Angefangen bei immer neuen Stützungsmaßnahmen in den USA bis hin zu ähnlichen Programmen in zahlreichen Schwellenländern, dort allerdings mangels Finanzkraft auf wesentlich geringeren Niveaus. In Europa stritten die Finanzminister lange Zeit um ein Solidaritätspaket, was auf eine generelle Reformnotwendigkeit der europäischen Finanzverfassung hindeutet. Zusammen mit den enormen Anstrengungen der Notenbanken führt dies weltweit dazu, dass die staatlichen Hilfspakete etwa doppelt so hoch ausfallen als wir dies in der Finanzkrise vor etwa zehn Jahren gesehen haben. Das Ergebnis ist eine Stabilisierung von Unternehmen und Haushalten in der einkommenslosen Zeit. Trotzdem wird die Normalisierung des Wirtschaftslebens ab Mai nur langsam vorangehen,  denn sowohl das Angebot als auch die Nachfrageseite der Wirtschaft werden weiterhin durch die Pandemiebekämpfung deutlich eingeschränkt.

Zu früh gefreut

Die Aktienmärkte haben mit kräftigen Kurssteigerungen auf die ersten Erfolge einer langsameren Infektionsausbreitung infolge der Abschottungsmaßnahmen reagiert. Das mag etwas zu euphorisch sein, denn die Zweit- und Drittrundeneffekte auf die Unternehmenslandschaft, auf die Konsumbereitschaft sowie auf finanzielle und politische Folgewirkungen der harten wirtschaftlichen Einschnitte stehen noch aus. Mehr und mehr wenden sich die Blicke auch auf die Folgen für das Finanzsystem: Geringere Inflationsraten, steigende Verschuldung und deutlich mehr Liquidität werden die Nach-Corona-Zeit bestimmen. Die Zinsen sollten wegen der Notenbankeingriffe weiterhin nicht steigen und die Liquidität könnte sich bald wieder an den Anlagemärkten sammeln.

Ihre Ansprechpartner in der Deka-Gruppe:

Holger Ullrich                                                 Marika Rauch

Telefon: +49 69 7147 7207                           +49 69 7147 8214

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Herausforderungen werden angegangen – Marktkommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Corona: Herausforderungen werden angegangen

 

 

Frankfurt, 20. März 2020

 

 

Die Einschränkungen der Weltwirtschaft durch das Coronavirus nähern sich ihrem Höhepunkt. In Europa ist die Produktion in einem bisher nicht dagewesenen Umfang angehalten worden. Das Ausmaß von Ausgangssperren wird sich vermutlich noch erhöhen. In den USA stehen ähnliche Maßnahmen unmittelbar bevor. Die neue Lage hat der Finanzmarkt mit heftigen Preiskorrekturen bei Aktien und Renten begleitet. Dank der flexiblen Reaktion der Notenbanken bleibt das Bankensystem stabil, selbst wenn in den USA in den kommenden Tagen noch weitere Belastungen aufschlagen werden. Langsam laufen erste harte Wirtschaftsdaten aus der Krisenzeit ein, die auf einen Lehman-ähnlichen Einbruch der Konjunktur schließen lassen. Trotzdem bleibt die Erwartung erhalten, dass selbst bei längeren Corona-Vorkehrungen in der Wirtschaft die Produktion deutlich schneller wieder anziehen sollte als nach der Finanzkrise.

 

 

Viele schlimme Nachrichten bereits im Markt verarbeitet

 

Die Aktienmärkte in Europa haben auf die Verschärfungen der Pandemie-Maßnahmen in dieser Woche kaum noch reagiert. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Marktteilnehmer hierzulande die neue Lage eingepreist haben. Nachholbedarf haben noch die USA. Ebenfalls schwer haben es die Anleihemärkte, denn der zusätzliche Kreditbedarf in der Wirtschaft ist nicht leicht abzuschätzen. Hier hat aber das große Anleihekaufprogramm geholfen, das die EZB in dieser Woche angekündigt hat. Nachdem sich in den vergangenen Wochen die Negativmeldungen überschlagen haben, ist nun langsam das Feld für entlastende Nachrichten und Entwicklungen bereitet – selbst wenn die Dauer der Einschränkungen für Wirtschaft und Finanzmärkte nicht unterschätzt werden sollte.

 

 

 

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Einschätzung der aktuellen Lage beim Coronavirus durch Dr. Ulrich Kater

 

Märkte weiter unter Druck – Geld- und Fiskalpolitik mit maximalem Einsatz

Frankfurt, 19. März 2020

 

Die Lage an den Finanzmärkten und erst recht in der realen Wirtschaft will sich anscheinend nicht beruhigen. Die einschränkenden Maßnahmen werden weiter verschärft: noch mehr Grenzschließungen wie etwa zwischen den USA und Kanada oder zwischen Deutschland und Österreich; in Frankreich und Belgien sind Ausgangsperren in Kraft getreten. Auch Deutschland ist in einen „freiwilligen“ Shutdown getreten, von dem sich erst noch erweisen muss, ob moralische Appelle ausreichen, um das notwendige Distanzhalten der Bürger zu erreichen. Zwar wird in vielen Fabriken noch gearbeitet, aber viele Unternehmen, darunter etwa die großen Autobauer, haben ihre Produktion bereits eingestellt. Mittlerweile machen sich auch die gerissenen Produktionsketten bemerkbar: Etwa 60 Prozent weniger Güter werden in Deutschland von den Häfen ins Land transportiert.

 

Doch gibt es auch positive Nachrichten. So hält bei allem Finanzstress gegenwärtig das Bankensystem stand. Eine Lehre der Finanzkrise war, dass Banken keine übermäßigen Wertpapierbestände halten dürfen, da diese in einem Crash sofort die Bankbilanz verheeren würden, was im Jahr 2009 auch zum Hauptproblem wurde. Seitdem sind Investmentbanking und Wertpapier-Lagerbestände deutlich abgebaut worden – eine Vorkehrung, die sich jetzt auszahlt. Die Notenbanken haben in der Finanzkrise schnelles und entschiedenes Eingreifen gelernt. Auch das ist jetzt von Vorteil: So ist der Zugang zu Liquidität für das Bankensystem zurzeit kein großes Problem – und sei es die Hinwendung zur Zentralbank. Zwar gibt es regulative Anreize und Verpflichtungen, bei einstürzenden Bewertungen Bestände abzubauen, aber auch hier haben die EZB und die Europäischen Aufsichtsbehörden Flexibilität signalisiert. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass aus der Wirtschaftskrise nicht automatisch eine Bankenkrise wird. Unterscheiden muss man hiervon allerdings die längerfristigen Auswirkungen dieses Stillstandes („Shutdown“): Unternehmen werden nach dem Shutdown eine schlechtere Verschuldungsqualität aufweisen, Rating-Agenturen werden Herabstufungen der Kreditwürdigkeit vornehmen. Dies muss in der Kreditvergabewelt „nach Corona“ erst einmal verdaut werden. Dies sind allerdings Fragen für die Zeit nach der akuten Ausnahmelage, die gegenwärtig immer noch andauert.

 

Konjunkturelle Einbrüche stärker als bei Finanzkrise – dafür aber kürzer

Europa und USA nun im Zentrum der Corona-Infektionswelle

 

Die wirtschaftlichen Einschränkungen sind so umfassend, dass mit bangem Blick auf die Folgewirkungen des Shutdown geblickt wird. Unternehmen haben nun mal nur einen relativ geringen Überschuss ihrer Erträge über ihre Kosten. Auch wenn es zur zu einer kurzen Periode mit Einnahmeausfällen, aber weiterlaufenden Kosten kommt, ist die Substanz vieler Unternehmen schnell aufgezehrt. Jeder private Haushalt, bei dem die Einnahmen jeden Monat gerade so für die Ausgaben reichen, wird dies unmittelbar nachvollziehen können. Im Unternehmenssektor trifft dies insbesondere auf viele kleine und kleinste Firmen des Mittelstandes sowie auf eine Vielzahl von Selbständigen zu. Wie robust die Bilanz dann ist, das heißt, wie viele Reserven für schlechte Zeiten vorhanden sind, variiert sehr stark von Unternehmen zu Unternehmen. Einige Branchen sind hier schwächer aufgestellt wie etwa die Gastronomie, andere besser wie etwa große Teile der Industrie. Ganz ohne Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste werden die kommenden Wochen nicht vorübergehen. Insbesondere, weil die Einschnitte beim Bruttoinlandsprodukt sogar noch größer sein könnten als bei der Lehman-Krise 2008/2009. Wesentlich für das Wiederanlaufen der Produktion nach dem Abebben der Infektionswelle sind daher die Überbrückungshilfen für die Unternehmen, genauso wie eine flexible Auslegung von Regulierungen im Bankensektor. Wichtig ist dabei, dass diese Hilfen unmittelbar zur Verfügung stehen. Wir haben in Deutschland mehr als zwei Millionen Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. Die ersticken gerade unter den laufenden Kosten. Kurzarbeit ist hier zwar ein sehr effektives Mittel, aber es muss schnell zur Hand sein, was in der Breite bei aller Effizienz der Behörden schwierig zu bewerkstelligen ist und was umso weniger wirksam ist, je kleiner der Betrieb ist. Es wäre daher zu überlegen, ob in diesem Fall nicht eine pauschale Befreiung von Abgaben für einen begrenzten Zeitraum ausgesprochen werden könnte, um die laufenden Kosten so schnell wie möglich spürbar zu senken. Auch bei der Kreditüberbrückung ist Geschwindigkeit gefragt. Hier muss im Nachgang die Frage beantwortet werden, die stark im Einzelfall Überbrückungskredite die Bilanz der Unternehmen belasten und inwieweit Kredite in nicht rückzahlbare Hilfen umgewandelt werden müssen.

 

Dass die Finanzmärkte auf die vielen Hilfsangebote von Regierungen und Staaten nicht zu reagieren scheinen, liegt an einer anderen Unsicherheit: Regierungen und Notenbanken können viel ankündigen, eines aber nicht: das Ende der Infektionswelle. Die Unsicherheit über die Länge der gegenwärtigen Einschränkungen ist es, die den Finanzmärkten die größten Schmerzen bereitet.

 

„Quarantänemaßnahmen“ bestimmen die wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Konsequenzen hängen gravierend davon ab, wie lange die Einschränkungen gelten. Bleibt es bei einem Zeitraum von etwa vier Wochen, so ist es wahrscheinlich, dass die Rückkehr zur Normalität schnell vonstatten geht. Dauert dieser Zustand aber länger an, womöglich sogar Monate, haben wir hinterher eine andere Wirtschaft als vorher.

 

Wir haben für Deutschland verschiedene Konjunkturverläufe simuliert und dabei für das zweite und die Folgequartale in Abhängigkeit von zwei elementaren Faktoren Setzungen vorgenommen: dem Ausmaß der Quarantänemaßnahmen und deren Dauer. Denn es deutet sich immer stärker an, dass die Quarantänemaßnahmen umfassender und langwieriger werden könnten als bisher gedacht. Dabei wurden die Szenarien nach der Stärke des Wirtschaftseinbruchs – gemessen an der Abweichung zum Vor-Corona-Szenario und nach der Geschwindigkeit des Aufholprozesses im zweiten Halbjahr unterteilt. So führt etwa ein 15-prozentiger Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal zu einem Rückgang der deutschen Bruttowertschöpfung im Gesamtjahr 2020 um 2,7 Prozent, wenn im dritten Quartal wieder eine vollständige Normalisierung stattfindet, also die Auslastung wieder auf das Niveau von vor Corona zurückkehrt. Wird jedoch nur eine Erholung auf 50 Prozent der normalen Wirtschaftsleistung erreicht, so belaufen sich die Einbußen für die deutsche Volkswirtschaft auf 4,5 Prozent.

 

Schon ein ursprünglicher Rückgang im zweiten Quartal von 17 statt 15 Prozent bedeutet bei vollständiger Normalisierung der Wirtschaft im dritten Quartal eine jahresdurchschnittliche Schrumpfung um 3,3 Prozent oder einen Verlust von 151 Mrd. Euro gegenüber dem Vor-CoronaSzenario. Beträgt dann die Erholung im dritten Quartal nur 50 Prozent, beläuft sich die Schrumpfung auf 5,5 Prozent und der Verlust auf 227 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2020. Das negativste Szenario in dieser Matrix mit einem Einbruch um 17 Prozent im zweiten Quartal und nur einer sehr schleppenden Produktionswiederaufnahme im dritten Quartal würde einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,2 Prozent und einen Verlust von 251 Mrd. Euro bedeuten.

 

Diese Zahlen zeigen die starke Sensitivität der wirtschaftlichen Konsequenzen gegenüber dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und verdeutlichen, wie eminent wichtig es ist, die wirtschaftlichen Einschränkungen zeitlich so kurz wie möglich zu halten. Die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus muss schnellstmöglich gestoppt werden.

 

Nach den neuesten Entwicklungen erscheint uns gegenwärtig das Szenario am wahrscheinlichsten, bei dem sich die Belastungen für die Konjunktur bis in den Mai hineinziehen. Damit gehen gegenüber dem VorCorona-Szenario ca. 15 Prozent der Wirtschaftsleistung verloren, große Teile dieses Verlusts dürften aus der Industrie und dem Wirtschaftsbereich „Handel-Gastgewerbe und Verkehr“ stammen. Der Produktionsausfall des zweiten Quartals wird annahmegemäß jeweils zur Hälfte im dritten und vierten Quartal nachgeholt wird. In diesem Szenario sollte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2020 um 4,5 Prozent schrumpfen.

 

Auch für die anderen Regionen haben wir unsere Einschätzungen noch einmal in ähnlichem Ausmaß nach unten angepasst. Wir erwarten nun im Gesamtjahr 2020 für Euroland eine Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts von 4,3 Prozent und für die USA um 1,0 Prozent.

 

Historischer Absturz des ifo Geschäftsklimas

Heute Vormittag rückten die Daten mit dem historischen Einbruch des ifo-Geschäftsklimas der Realität etwas näher. Die bislang veröffentlichten Wirtschaftsdaten hatten sich jeweils immer noch auf einen Zeitraum erstreckt, in dem das ökonomische Corona-Desaster noch nicht absehbar bzw. zu spüren war. Wir sprachen daher von der Inkubationsphase. Jetzt wird die Infektion der deutschen Wirtschaft mit dem Coronavirus mehr als deutlich. Die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen haben sich geradezu pulverisiert. Der Rückgang der Lageeinschätzung und des Geschäftsklimas insgesamt waren etwas geringer, aber nicht minder dramatisch. Die Rückgänge übertrafen die in der globalen Finanzkrise 2008/2009 bei weitem.

 

Die Unternehmensstimmung kollabierte mit Ausnahme der Bauwirtschaft (leichterer Rückgang) in allen Wirtschaftsbereichen (Industrie, Handel, Dienstleister). Was Brexit und Handelsstreit nicht geschafft hatten, vollbringt ein mikroskopisch kleiner Virus: Deutschland, Europa und die Weltwirtschaft stürzen in eine massive Rezession. Es bleibt zu hoffen, dass diese harte Phase schnell vorübergeht, um dann in eine kraftvolle Erholung zu münden.

 

 

 

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Holger Ullrich                                                                                       Marika Rauch                       

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Corona-Panik an den Börsen

 

 

 

Frankfurt, 13. März 2020

 

 

Jetzt ist sie in offene Panik übergegangen, die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus. Diese Panik bescherte den Börsen eine schwarze Aktienwoche: Der weltweite Index (MSCI-Welt) gab fast 20 Prozent nach, in Deutschland sank der DAX von den niedrigen Anfangsniveaus nochmals um fast 15 Prozent. Härter traf es die Italiener: die Mailänder Börse gab mehr als 30 Prozent ab. Sogar die Krisenwährung Gold wurde verkauft. Der Grund: die meisten Marktteilnehmer wollen jetzt Liquidität aufbauen. Es wird wahrscheinlicher, dass Notenbanken und Regierungen über die bisherigen Maßnahmen hinaus zu einer konzertierten Aktion greifen, um den Abwärtsstrudel zu stoppen. Der Hintergrund liegt natürlich weiterhin in den Beeinträchtigungen der Wirtschaft durch die Pandemie. Daher wird der eigentliche Schlüssel zur Beruhigung im Verlauf der Ansteckungszahlen liegen.

 

Eine weitere Krisenwoche

 

Die klassischen Wirtschaftsdaten werden in der kommenden Woche an den Märkten keine Rolle spielen, da sie lediglich zurückschauen. Vielmehr wird die Entwicklung der Corona-Krise zur Messlatte für die Finanzmärkte. Da ist einmal die Ausbreitung der Krankheit selber. Dabei sollte in Europa der Höhepunkt der Fallzahlen eher erreicht werden als in den USA. Aber auch in China wird sorgfältig beobachtet werden, ob die bisherige Beruhigung anhält. Als zweites stehen die Finanzmarktentwicklungen im Mittelpunkt. Hier sind bei weiterem Abwärtsdruck an den Märkten größere Maßnahmenpakete von Notenbanken und Regierungen zu erwarten, um die Verkaufsspiralen zu unterbrechen.

 

 

 

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Interview mit Stefan Keitel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Geschäftsführung der Deka Investment

„Der Mut hat sich gelohnt“

 

Herr Keitel, zum achten Mal 5 Sterne bei Capital*, Platz

4 bei den Universalisten und 4,2 Punkte besser als im

Vorjahr. Was war hier ausschlaggebend?

Wir haben in allen Kategorien unser Vorjahresergebnis

halten oder verbessern können. Darüber freuen wir uns.

Vor allem hat die gute Performance unserer Fonds einen

großen Teil zu dem Erfolg beigetragen.

 

Was war Ihrer Meinung nach ausschlaggebend für die

gute Performance?

Antizyklisch vorzugehen ist meist der Schlüssel zum Erfolg

in der Geldanlage. 2019 haben hier insbesondere Aktien

gut abgeschnitten und dort waren wir im ersten Quartal

übergewichtet. Gleiches gilt für unsere Positionierung bei

Schwellenländer-Anleihen, und Gold hat sich ebenfalls

ausgezahlt.

 

Einer unserer Top-Fonds ist laut Capital der Deka-

Deutschland Nebenwerte. Was zeichnet den Fonds

aus?

Der Fonds ist gut gelaufen, weil wir uns auf kleinere

börsennotierte Unternehmen in Deutschland

konzentrieren. Die regelmäßigen Unternehmensbesuche

aufgrund der kurzen Wege zahlen sich hierbei aus. Zudem

gibt es in Deutschland sehr viele „Hidden Champions“, die

neue Absatzmärkte erschließen und dadurch wachsen

können. Konjunktureller Rückenwind hat uns in 2019

ebenfalls geholfen, denn Deutschland ist weiterhin ein

Industrie-Export-Land.

 

 

Wie war dann der Start 2020? Und was erwarten wir

dieses Jahr noch?

Zu Beginn des Jahres zeigten sich die Aktien- und

Anleihemärkte trotz einiger geopolitischer Themen sehr

konstruktiv. Die Ängste vor den Auswirkungen des Corona-

Virus haben all dies in kürzester Zeit überlagert und die

Märkte rund um den Globus in die Tiefe geschickt. Wir

nehmen die Sache sehr ernst, haben in Teilen auch bereits

reduziert, denken bei weiteren Kursverlusten aber eher

über Zukäufe nach, da sich unsere Grundannahmen für

2020 nicht wesentlich verändert haben.

* Quelle Auszeichnung: Capital-Heft 03/2020.

 

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds
sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen
Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher
Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche
Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de, erhalten.

 

Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren verlost Riesen-Delfin

Zum Weltspartag verloste die Kreis- und Stadtsparkasse einen XXL-Delfin. Ralf Wohlfahrt, Teilmarktleiter der Geschäftsstelle Neuer Markt in Neugablonz übergab den Delfin an die strahlende Gewinnerin Ceylin Sert.