Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Frankfurt, 16. Juli 2021

 

 

Trotz Nervosität zu neuen Rekordständen

 

Noch einmal schwang sich der deutsche Aktienindex DAX in dieser Woche zu einem neuen Rekordhoch auf. Dies kann auch als Reaktion auf die neue geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) gesehen werden. Weitere Impulse für Unternehmenswerte blieben jedoch aus. Die Unternehmen melden zwar hohe Gewinnsteigerungen, es fällt ihnen jedoch schwer, die bereits sehr hohen Erwartungen der Märkte noch zu toppen. Eine wieder steigende Anzahl von Covid-Infektionen sowie die anhaltenden Produktionsbehinderungen in den weltweiten Wertschöpfungsketten tragen auch nicht gerade zu Konjunkturoptimismus bei. Dies war ebenso an den Anleihemärkten zu beobachten, wo die Renditen bereits seit mehreren Wochen wieder deutlich sanken. Wieder wurde mit einer Rate von 5,4 Prozent eine hohe Inflationszahl aus den USA gemeldet. Diese führt jedoch solange nicht zu größerer Unruhe, wie sowohl die Marktteilnehmer als auch die US-Notenbank diese Zahlen als vorübergehend ansehen.

 

EZB mit neuer Systematik

Trotz zunehmender Sommerruhe wird es in der kommenden Woche durchaus spannend: Zum ersten Mal legt die EZB die Geldpolitik in ihrer turnusgemäßen Sitzung nach den neuen Strategieregeln fest. Dabei könnten sich die ohnehin schon geringen Zinserwartungen der Marktteilnehmer abermals abflachen. Von Seiten der Konjunktur geben die Einkaufmanagerindizes Aufschluss über die Stimmung in den Unternehmen. Und mit dem CPB-Welthandelsmonitor werden die Zahlen für die globale Industrieproduktion und den Welthandel für Mai veröffentlicht. Bereits Ende 2020 wurde das Vorkrisenniveau erreicht. Inzwischen stellt sich die Frage, wann die Dynamik an Kraft verliert.

 

 

 

 

 

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Prüfungsvorbereitung

Es ist nun soweit! Das erste Ausbildungsjahr neigt sich dem Ende zu und gleichzeitig kommt der erste Teil unserer Abschlussprüfung immer näher. Unser Ausbildungsplan sieht eine so genannte gestreckte Abschlussprüfung vor. Das bedeutet, dass unsere Abschlussprüfung in zwei Teile aufgeteilt ist. Die erste Prüfung ist für September vorgesehen. Ich persönlich erachte das als vorteilhaft. Denn so können die individuellen Lernfortschritte von uns Auszubildenden besser aufgezeigt werden. Man hat die Gelegenheit seine Note auszugleichen, wenn eine der Prüfungen nicht gut gelaufen ist oder man einfach einen schlechten Tag hatte.

Wir alle sind schon sehr gespannt, was uns erwartet, da wir das erste Ausbildungsjahr mit der neuen Prüfungsordnung sind!  Die Prüfungsinhalte und manche Ausbildungsinhalte wurden angepasst. Das heißt einerseits, dass wir nicht anhand von alten Beispielen üben können und nicht genau wissen, wie letztendlich die Prüfung aussehen wird. Andererseits wurden die Ausbildungsinhalte auf die aktuelle Zeit umgestimmt. Früher wurde beispielsweise das Thema „Schecks“ ganz ausführlich durchgenommen. Wir haben das Thema nur am Rande besprochen, da heutzutage kaum noch jemand mit Schecks bezahlt. Dafür gingen wir in der Berufsschule intensiv auf das Thema „Leasing“ ein. Dieses Thema wurde in der Vergangenheit nur angeschnitten. Das Leasing nimmt aber immer mehr an Bedeutung zu.

Wir haben innerhalb unseres Lehrjahres Lerngruppen gebildet. Die Personalabteilung hat uns einen Schulungsraum für die Treffen zur Verfügung gestellt. Außerdem sind wir Azubis auch in einer Lerngruppe an der alle deutschen Banken und Sparkassen teilnehmen können. Die Treffen dieser Lerngruppen finden allerdings digital statt.

Des Weiteren haben wir die Auswahl zwischen drei verschiedenen Lernmaterialien, die komplett von der Sparkasse finanziert werden. Wir können uns für ein Lernbuch, ein dreimonatiges Abo für Prüfungs.tv oder für vorgefertigte Lernkarten entscheiden. Ich finde es schön, dass wir so viel Unterstützung bekommen!

 

Jana Schmeiduch, 1. Lehrjahr

“Das 1. Jahr in der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren”

Nach nahezu einem Jahr Ausbildung bei der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren stehe ich kurz vor dem Sprung in das zweite Ausbildungsjahr. Ich habe gemischte Gefühle dabei, da ich zum einen nicht weiß was oder ob sich etwas ändern wird und zum anderen kommen die neuen Auszubildenden, welchen wir neue Sachen beibringen dürfen. Ich habe in diesem Jahr jedoch schon sehr viel gelernt – sowohl in der Berufsschule, als auch in der Arbeit.

Dadurch, dass man jeden Tag sehr viel Kontakt zu Kunden hat, habe ich mich auch persönlich weiterentwickelt. Durch den ständigen Kundenkontakt bin ich in meiner Freizeit weitaus offener und selbstbewusster geworden.

Mit voller Vorfreude blicke ich auf das zweite Ausbildungsjahr, freue mich bereits auf die neuen Auszubildenden und bin schon gespannt ob sich etwas in der Berufsschule und in der Arbeit ändern wird.

 

Robin Seelinger, 1. Lehrjahr

Ein Trio macht mobil

115.000 Elektroautos sind von Januar bis Mai 2021 in Deutschland zugelassen worden. Das sind fast so viele wie in den Jahren 2017 bis 2019 zusammen. Die Zahlen zeigen, wie sehr sich die Mobilität im Umbruch befindet – und dies betrifft längst nicht nur die Autoindustrie. Mit drei Fonds der Deka können Anleger am Wandel teilhaben.

Die Automobilbranche hat sich auf den Trend E-Mobilität eingestellt und kündigt massenhaft neue Elektromodelle an. Dazu steigen große Tech-Giganten wie Google in das Geschäft mit Bewegungsdaten ein. Für Anleger ist das eine gute Nachricht. Denn Mobilität bleibt ein Wachstumsmarkt. Eine wachsende Weltbevölkerung und die Erholung der Weltwirtschaft nach dem Coronaschock werden den Bedarf an Personen- und Güterverkehr nach oben treiben und neue Mobilitätskonzepte erfordern. Derzeit gilt die öffentliche Aufmerksamkeit aber vor allem dem Elektroauto. Dessen Herstellung bringt für die Autokonzerne große Herausforderungen. „Gerade die Batterien sind für die Konzerne ein wesentlicher Kostenfaktor, um am Ende rentabel zu sein und gleichzeitig preislich attraktive Modelle anbieten zu können“, analysiert Henrik Lier, Manager des Deka-EuropaSelect.

Im Moment gehe der Blick vieler Investoren vor allem in Richtung Asien und USA. „Dabei gibt es auch hochinteressante europäische Unternehmen, die günstig bewertet sind und bei gefragten Mobilitätstechnologien – zum Beispiel bei der Optimierung der Elektromotoren – eine führende Rolle spielen“, so Lier. Der Fondsexperte geht daher auf dem alten Kontinent auf die Suche nach passenden Aktien. Sein Fonds richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die ihrem Portfolio europäische Aktien beimischen möchten und sich dafür einen breiter aufgestellten Fonds wünschen, der Nebenwerte mit einem ausgeprägten Wachstumsprofil enthält.

Auch Alexander Eickhoff setzt mit seinem Fonds Deka-MegaTrends auf das Thema Mobilität. Anders als Lier kann er weltweit investieren und setzt derzeit seinen regionalen Schwerpunkt auf die USA und die Region Nordasien. Mit dem Fonds können Anlegerinnen und Anleger so mit einem auf die Zukunft ausgerichteten Portfolio an den Mobilitätsentwicklungen auch außerhalb Europas teilhaben. Beide Fondsmanager haben im Moment dabei das Thema Halbleiter im Fokus. Die Computerteile sind unentbehrlich zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs – in E-Bikes, Pkw genauso wie in Nutzfahrzeugen wie etwa Staplern. Gleichzeitig übersteigt derzeit die Nachfrage das Angebot. „Bei Power-Chips für Elektromotoren sind europäische Halbleiterunternehmen unter den weltweit führenden“, sagt Lier, der in seinem Fondsportfolio aktuell mit vier Einzeltiteln in diesem Bereich aufgestellt ist.

„Die Elektrifizierung des weltweiten Fuhrparks wird über viele Jahre für überdurchschnittliches Wachstum sorgen“, prognostiziert er. „Ein Thema ist aber die begrenzte Reichweite der elektrischen Antriebe. Durch die Verwendung von Siliciumcarbid bei den Halbleitern im Elektromotor lässt sich diese entscheidend verlängern. Hier haben wir den weltweit führenden Anbieter frühzeitig identifiziert.“

Produkte jenseits des Elektromotors

Das Thema Elektromotor bietet aber auch außerhalb der Halbleiterindustrie großes Investmentpotenzial. „Rund um Steuerung, Wandler oder Batteriemanagement findet man spannende Geschäftsmodelle – viele davon bei europäischen und vor allem deutschen Zulieferern“, sagt Fondsmanager Markus Turnwald. Oft sind diese Werte noch klein und daher besonders interessant für den Deka-Deutschland Nebenwerte, den er betreut. „Dem Thema Risikodiversifizierung gilt in diesem Segment verstärktes Augenmerk. Viele Zulieferer verdienen noch einen großen Teil ihres Geldes mit klassischen Verbrennungskomponenten. Hier muss man genau hinsehen, wie schnell der Umsatz mit neuen Produkten wächst und mit herkömmlichen schrumpft.“ Viele Unternehmen, die mit ihrem Geschäftsmodell ausschließlich auf den E-Motor setzen, müssen erst zeigen, ob sie in dem dynamischen Markt bestehen können. „Daher fahren wir eine Strategie, die auf eine breite Streuung unter den neueren Playern setzt“, erläutert er.

Was die drei Fondsmanager eint: Sie sind typische Stockpicker, die mit einer strengen Bottom-up-Analyse lukrative Werte am Markt herausfiltern. „In Deutschland gibt es bereits heute starke kleinere Unternehmen, die in einer Nische innerhalb der E-Mobility erfolgreich sind“, beschreibt Turnwald sein Suchmuster. Dazu kommen interessante Unternehmen im Bereich Ladeinfrastruktur oder auch aus dem klassischen Maschinenbau. „Außerdem finden sich gerade unter den deutschen Nebenwerten einige interessante Automobilzulieferer, die unabhängig von der Antriebstechnologie wachstumsträchtige Geschäftsmodelle verfolgen“, sagt der Fondsmanager. „Dementsprechend wandelt sich die Zulieferbranche: weg vom Teileproduzenten hin zum Technologieentwickler. Das sollten Anleger auf dem Schirm haben.“

Ein Thema, das vor allem die Pkw-Hersteller neben der Frage des Antriebskonzepts immer stärker treibt: der Wohlfühlfaktor. Mit dem Wegfall des Alleinstellungsmerkmals Motor müssen die Hersteller neue Verkaufsargumente liefern. Eine positive „Erlebbarkeit“ des Autos ist eins davon. Die Marketingstrategen der Autohersteller sehen die sogenannte User-Experience als entscheidendes Merkmal, um sich von Wettbewerbern zu unterscheiden. Entsprechend großes Augenmerk legen die Hersteller auf Dinge wie Bedienungskomfort, Innenraumausstattung, Lichtkonzeption und Vernetzung. „Elektroautomobile von heute machen nicht nur durch ihr teilweise futuristisches Design auf sich aufmerksam“, beobachtet Fondsmanager Eickhoff. „Sie sind außerdem Endgeräte im Internet. Dafür brauchen sie eine deutlich höhere Anzahl an Sensoren und Halbleitern als Verbrenner. Auch das Thema Software nimmt daher an Bedeutung zu.“ Auf der diesjährigen Automesse in Schanghai hat Continental-Chef Nicolai Setzer den versammelten Journalisten in den Block diktiert, dass schon heute mehr als 90 Prozent der Innovationen im Automobil aus dem Bereich der Softwareentwicklung kommen.

Autofahren als Erlebnis

Das weiß auch Fondsmanager Eickhoff. Mit dem Deka-MegaTrends investiert er daher zweigleisig in Sachen Mobilität: Zum einen in chancenreiche Unternehmen, die sich mit innovativen Antriebstechnologien beschäftigen, gleichzeitig nimmt er Aktien von Software- und Halbleiterunternehmen in sein Portfolio, die sich auf Lösungen für eine schadstoffreduzierte Mobilität spezialisieren.

Die Herausforderung für den Trendexperten ist das große Aktienuniversum. „Mobilität der Zukunft – dieses Thema qualifiziert viele Branchen und birgt die Gefahr von Eintagsfliegen. Daher unterscheiden wir klar zwischen kurzfristigen Modeerscheinungen und echten Megatrends, die eine wissenschaftliche Halbwertszeit von etwa 15 Jahren haben“, erläutert er seinen Ansatz. „Die Halbleiterunternehmen im Portfolio liefern etwa echte Gewinne, genauso ausgewählte Softwareunternehmen. Entsprechend hoch ist der Anteil der IT-Branche im Portfolio.“

Und was ist mit den an der Börse gehypten Unternehmen, die etwa auf Wasserstoff für den Antrieb setzen? Die meisten hätten zwar gute Ansätze, jedoch würden viele auf absehbare Zeit keine Gewinne erzielen, konstatiert Eickhoff. „In solchen Geschäftsmodellen legen wir daher nur selektiv an. Genauso verhält es sich mit den Car-Sharing- oder Ride-Hailing-Geschäftsideen.“ Letzteres sind meist von Privatpersonen ausgeführte Fahrten, die mithilfe von Apps wie Uber oder Lyft organisiert werden.

Rohstoffe im Fokus der Fondsmanager

Was das Fondsmanagement-Trio ausmacht, ist zudem die Fähigkeit, über den Tellerrand der E-Mobilität hinauszuschauen. Denn diese Technologie erfordert große Mengen gefragter Rohstoffe. „Elektroautos benötigen ein Vielfaches an Kupfer, aber auch Lithium, Kobalt und Nickel“, sagt Deka-EuropaSelect-Manager Lier. „Bei diesem Punkt sehen wir sehr genau hin, da viele Abbauregionen und Minenbetreiber unter Nachhaltigkeitskriterien kritisch zu bewerten sind“, stellt er klar. „Die Verfügbarkeit der Rohstoffe mit einer sauberen Lieferkette sicherzustellen ist eine große Herausforderung.“ Im Umkehrschluss seien die Aussichten für gut aufgestellte, nachhaltig operierende Rohstoffunternehmen sehr vielversprechend.

Nachhaltigkeit bedeutet aber mehr, als nur den Fokus auf das Thema Antriebstechnik zu legen. Soll der Kampf gegen den Klimawandel gelingen, muss der Anteil des Individualverkehrs am Mobilitätsmix sinken und im Gegenzug die öffentliche Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Bahn. Mit 227 Millionen Euro will das Verkehrsministerium die Umstellung von Zugantrieben auf Strom- oder Wasserstoffbasis fördern. Bis 2050 sollen alle gefahrenen Zugkilometer elektrisch oder klimaneutral zurückgelegt werden. Dafür will die Bahn 70 Prozent des Schienennetzes mit Oberleitungen ausrüsten. Die Diesellok wird damit zum Auslaufmodell.

Zudem muss der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden, sollen die CO2-Emissionen sinken. Das Öko-Institut in Berlin etwa weist darauf hin, dass die Emissionen beim Verkehr nach wie vor ansteigen, während sie in anderen Bereichen sinken. „Auch beim Güterverkehr ist diese Tendenz deutlich messbar“, mahnen die Umweltexperten aus Berlin.

„Vor diesem Hintergrund steht speziell in Deutschland die Bahninfrastruktur vor einem Comeback“, ist sich Fondsmanager Turnwald sicher und sieht für den Deka-Deutschland Nebenwerte interessante Anlagemöglichkeiten. Denn die Bahnbetreiber werden im großen Stil investieren müssen. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 sieht ein Investitionsvolumen von mehr als 42 Milliarden Euro für den Neu- und Ausbau der Schieneninfrastruktur vor. „Daran werden am deutschen Aktienmarkt eine Reihe von vergleichsweise kleinen, attraktiv bewerteten Unternehmen partizipieren“, ist sich Turnwald sicher.

Ein wichtiges Thema ist auch der Tourismus. „Wir beobachten eine Wiederkehr der globalen Reisetätigkeit nach dem Ende der Lockdowns“, sagt Lier. „Das Geschäftsreiseverhalten wird durch die Pandemie sicherlich noch einige Jahre beeinflusst bleiben. Den Tourismus allerdings sehen wir als möglichen Schwerpunkt für taktische Investments mit eher mittelfristigem Anlagehorizont – auch weil sich die Wettbewerbssituation durch den Konjunktureinbruch 2020 für einige Branchenunternehmen verbessert hat. Das sehen wir etwa bei Zulieferern für die Flugverkehrsbranche, Flughafenbetreiber oder Internetreiseunternehmen.“

Die verschiedenen Blickwinkel der Fondsmanager zeigen: Mobilität hat in einer global vernetzten Welt viele Facetten, an denen Anlegerinnen und Anleger teilhaben können.

 

Quelle: fondsmagazin.de

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen, Verkaufsprospekte und Berichte, die in deutscher Sprache bei der Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt, und unter www.deka.de erhältlich sind.

 

Kryptowährung im Finanz-Dschungel

„Bitcoins sind nur für zwei Dinge gut: zum Spekulieren und für Lösegeldzahlungen“, so jüngst der weltweit oberste Zentralban­ker Agustín Carstens. Elon Musk hingegen befeuert und bremst die Bitcoin-Euphorie mit widersprüchlichen Tweets. El Salvador erklärt die Kryptowährung gar zum gesetzlichen Zahlungsmit­tel, während Klimaschützer den Bitcoin vor allem als eine Art Ökokatastrophe sehen – das Mining, also die Herstellung von Bitcoins, verbraucht mehr Strom als ganz Italien oder die Nie­derlande. So widersprüchlich die Nachrichten, so turbulent der Kurs. Mitte April noch hatte der Bitcoin mit mehr als 64.700 US-Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Doch seither ist er zwi­schenzeitlich wieder um die Hälfte eingebrochen. Wer auf den schnellen Reichtum hoffte, erlebte ein böses Erwachen.

Warum sind die „Wertschwankungen deutlich höher als bei allen gängigen Anlageklassen?”, fragen so auch die Volkswir­te der DekaBank in einer aktuellen Studie und beleuchten die Hintergründe von Bitcoin & Co. Grunderkenntnis der Experten: „Eine staatliche Motivation zur Glättung, Stabilisierung oder gar Stützung dieser Märkte besteht nicht und ist auch im Krisen­fall nicht zu erwarten.“ Daher ist ihr Urteil klar: Investitionen in derartige Kryptowährungen bleiben hoch spekulativ – für Privatanlegerinnen und -anleger eignen sich Direktinvestitionen gar nicht oder höchstens als Beimischung in „homöopathischem Umfang“. Immer müsse mit extremen Wertschwankungen bis hin zum Totalverlust gerechnet werden.

Die Studie gibt es zum Download auf fondsmagazin.de.

 

Quelle: Fondsmagazin

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„Fehler können furchtbar teuer werden”

Digitalisierung und Elektrifizierung sind die neuen Motoren der Autoindustrie. Newcomer und Quereinsteiger machen den klassischen Herstellern und Zulieferern Konkurrenz. Deka-Autoexpertin Senta Graf sagt, wie die Chancen der neuen und alten Player stehen – und was das für die Geldanlage in Werte dieser wichtigen Branche bedeutet.

Frau Graf, in den früher so klassischen Feldern der Autoindustrie spielen immer mehr Branchenfremde wichtige Rollen. Beschäftigen Sie sich als Autoexpertin im Team der Deka inzwischen eigentlich schon mehr mit Tech-Companies wie Foxconn oder Apple statt mit Ford oder Daimler?

Senta Graf: Vielleicht muss ich stattdessen ja bald schon Ford oder Daimler an meine Tech-Kollegen abgeben? Scherz beiseite: Die Autohersteller bauen ihrerseits bereits große Software-Abteilungen auf. Die Branche ist eben immer in Bewegung. Das war auch schon früher so; etwa als die Japaner auf den europäischen oder US-Markt kamen – oder später die Koreaner in den Wettbewerb eingriffen.

Das Gerücht, dass Apple, Google oder Uber eigene Autos bauen, bewegt schon länger die Geldanleger – und manche potenziellen Kunden wie etwa die iPhone-Fangemeinde.

Senta Graf: Diese Marken sind schon stark. Aber so einfach ist das Autobauen auch nicht. In dieser Branche ist unheimlich viel reguliert. Denken Sie nur an die Crashtest-Vorgaben. Heute muss die ganze Tür den Seitenaufprall abhalten, morgen die Fahrzeugsäule – und übermorgen? Auf einem anderen Kontinent sind die Anforderungen dann plötzlich wieder ganz anders. Da gehört schon wahnsinnig viel Know-how bei der Konstruktion und Fertigung dazu; weit über die sicher vorhandene Softwarekompetenz der Technologiekonzerne hinaus.

Wahrscheinlich sind viele Börsianer von der Aussicht auf das Apple-Auto elektrisiert, weil sie sich ein Kursfeuerwerk wie bei Tesla in den vergangenen Jahren erhoffen.

Senta Graf: Sicher spielt da so eine Fantasie mit eine Rolle. Aber auch Tesla hat ja gerade beim Model 3 erfahren müssen, dass Qualität in Großserie nicht so banal ist und Fehler furchtbar teuer werden können. Die Chassis-Fertigung, Fahrwerkabstimmung oder saubere Lackierung sind eben eine Kunst, die viel Erfahrung und perfekte Abläufe braucht. Da werden manche Tech-Firmen wohl lieber Systemlieferanten für Software in Autos etablierter Hersteller werden.

Wie wichtig ist denn angesichts solcher branchenübergreifenden Themen, dass die Deka da breit aufgestellt ist?

Senta Graf: Das ist ein Riesenvorteil unserer Teams: Ich habe Kollegen, die seit Jahren eng die Entwicklung von Foxconn oder Apple begleiten. Da können wir uns auch in Bezug auf die Autoindustrie schnell austauschen. Aber ich selbst lerne auch ständig dazu, etwa über Zellherstellung, Batteriemontage oder E-Motoren. Viele Konferenzen und Messen haben ja auch online stattgefunden. Ich konnte also aus dem heimischen Büro auch Auftritte von Newcomern wie Rivian oder Nio in den USA oder China besuchen.

Welche Art von Unternehmen gehört angesichts des digitalen Wandels in ein automobilfokussiertes Portfolio?

Senta Graf: Jedenfalls vorerst nicht Apple oder Foxconn. Ihr Hauptgeschäft bewegt sich doch in einem deutlich anderen Feld. Die Autobranche ist eine zyklische Industrie mit eigenem Takt. Darum sollten, wenn man den Anlagekorb auf Automobile ausrichtet, auch die ausgewählten Unternehmen dem Takt dieser Industrie folgen. Sie müssen in diese Logik passen. Darum gehören sicher die klassischen Hersteller in so ein Portfolio – und auch börsennotierte Zulieferer.

Also VW, GM, Toyota, Geely, Conti, Hella und Co.?

Senta Graf: Zum Beispiel – ohne, dass ich damit konkrete Aktienempfehlungen gebe. Ich würde aber nicht sagen, dass nur diese Klassiker da ihren Platz haben. Auch eine Infineon, NXP oder Nvidia ist ja inzwischen nah an der Autokonjunktur. Und dass gerade die Halbleiterhersteller existenziell entscheidend wichtig für den Erfolg eines Autoherstellers sind, zeigen derzeit die Produktionsprobleme rund um den Globus. Da haben manche Einkäufer der Hersteller im Coronaschock die Nachbestellung verschlafen. Diese Krise macht deutlich, wie eng Computer-Hardware und -Software bereits mit der Autobranche verwoben sind.

Diese Abhängigkeit ist sicher auch ein Grund, warum etwa Volkswagen gerade eine Software-Tochter mit 10.000 Beschäftigten aufbaut. Werden womöglich die Autofirmen noch die Technologieriesen des nächsten Jahrzehnts?

Senta Graf: Die Zahl der Mitarbeitenden gibt gerade bei der Software nur wenig Gewähr für Erfolg. Denken Sie nur an die vielen kleinen Software-Schmieden, die in wenigen Jahren mit der richtigen Idee zu Börsengiganten wurden. Zudem haben die traditionellen Software-Firmen einen sehr dynamischen Ansatz: Hat das Smartphone einen Fehler, gibt es über Nacht ein Update. Das wird beim Betriebssystem für einen Volkswagen, Toyota oder Ford der Zukunft schon haariger. Es ist eben ein Computer auf Rädern – und das auch bei 100 Stundenkilometern auf Eis und Schnee. Außerdem: Auch bei den Smartphones haben sich am Ende nur zwei Betriebssysteme durchgesetzt. Da müssen Autohersteller schon viel Kraft aufwenden, um eine ähnliche Marktbeherrschung zu erzielen.

Haben traditionell starke Zulieferer wie Conti, Denso oder Bridgestone in diesem Wettbewerb noch einen Platz?

Senta Graf: Zunächst ist doch einmal festzustellen: Dem rein elektrischen Antrieb gehört die Zukunft – aber die wird derzeit stärker herausgehoben, als es dem tatsächlichen Absatz entspricht. In der Gegenwart – und auch noch auf längere Sicht – spielen global bei der Masse der Kunden immer noch klar Verbrenner die Hauptrolle. Ganz sicher wird also auch bei vielen Zulieferern da noch eine ganze Weile Geld verdient werden.

Obwohl ja auch Zulieferer stark ihre Produkte für die neue elektrische Autowelt ins Rampenlicht stellen.

Senta Graf: Gerade die, deren Produkte am Antriebsstrang hängen, müssen etwas tun, um ihre Position in der batterieelektrischen Mobilität mit neuen darauf abgestimmten Angeboten zu halten. Aber oft ist das Mitspielen in dieser neuen Welt derzeit eher kostenträchtig. Man muss auch mal weniger rentable Aufträge annehmen, um einen Fuß in die Tür zu bekommen. Das schwächt die Gewinnspanne.

Die bisherigen Zulieferer haben in den wichtigen Bereichen Batterien und E-Motoren ohnehin oft nicht viel zu bieten?

Senta Graf: Da ist was dran. Gerade Batterien kommen noch kaum aus Europa. Wer da als Anleger investieren will, ist mit einem global anlegenden Fonds wie dem Deka-MegaTrends gut aufgehoben. Aber auch die europäischen Zulieferer haben in der neuen Autowelt noch genug Entwicklungs- und Kurspotenzial. Das digital vernetzte Elektroauto erfindet die wichtigste Form individueller Mobilität ja nicht völlig neu. Fahrwerk-Komponenten werden auch im E-Auto gebraucht, die Sitze werden bei steigender Autonomie bestimmt noch aufwendiger, Reifen der schweren Batterie-Autos verschleißen schneller. Oder denken Sie an die Lichthersteller: Was fällt Ihnen bei den meisten neuen Elektroautos im Dunkeln zuerst auf?

Die haben oft ein spektakuläres Leuchtendesign und animierte Lichtspiele, wenn man sich dem Auto nähert.

Senta Graf: Stimmt. Das E-Auto braucht ja keinen Kühler und hat darum mehr Platz für schick gestylte Lampen mit viel Hightech hinterm Glas. Außerdem mag mancher Elektroauto-Pionier bestimmt, dass sein Nachbar schon von Weitem an blauen Lichtakzenten sieht, dass er jetzt elektrisch fährt. Das ist auch schön für den Hersteller der Scheinwerfer und anderer Leuchten.

 

Quelle: Fondsmagazin

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen, Verkaufsprospekte und Berichte, die in deutscher Sprache bei der Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt, und unter www.deka.de erhältlich sind.

Immobilienbesichtigung mit dem Herrn Holsteg

Im Moment bin ich in der Geschäftsstelle Ludwigstraße in Kaufbeuren eingeteilt. Neben der Einteilung in der LDW bin ich zusätzlich noch im Bereich S-Immobiliencenter und Markt Service Aktiv PK unterwegs.

An einem Freitagnachmittag war ich gemeinsam mit dem Herrn Holsteg auf Immobilienbesichtigung. Die Immobilie befand sich am Salzmarkt, es waren insgesamt zwei Wohnungen mit zwei unterschiedlichen Interessenten.

Für mich war es eine sehr tolle Erfahrung da ich mit den Kunden die Wohnung gemeinsam besichtigen durfte und sogar die Besichtigung leiten durfte. Herr Holsteg war währenddessen mit den anderen Kunden in der zweiten Wohnung. Als wir dann beide fertig waren hat er mir die Wohnungen nochmal in Ruhe im Detail gezeigt und mir noch ein bisschen darüber was erzählt.

Die Wohnung die der Herr Holsteg mit den Kunden besichtigt hat, hat er mir dann auch nochmals gezeigt, ich war sehr begeistert davon. Alles in einem war das ein sehr spannender, cooler und lehrreicher Nachmittag für mich.

 

Sebastian Spitschan, 2. Lehrjahr

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Frankfurt, 09. Juli 2021

 

 

Inflationsgefahren abgeblasen

 

Von sommerlicher Ferienruhe konnte an den Aktienmärkten in der zurückliegenden Woche keine Rede sein. Wirtschaftspolitisches Highlight war die Verkündung der neuen geldpolitischen Strategie durch die Europäische Zentralbank (EZB). Ein symmetrisches Inflationsziel von zwei Prozent soll die Einschätzbarkeit der Geldpolitik erleichtern. Dabei betonte die neue Strategie vor allem die Notwendigkeit energischer Maßnahmen im Fall von Unterschreitungen des Inflationsziels. Insgesamt deutet alles auf die Fortsetzung des bisherigen Kurses hin: Zinsen bleiben niedrig, die Liquidität üppig, und das für lange Zeit. An den Finanzmärkten erscheinen auf einmal die Inflationssorgen des ersten Halbjahres wie weggeblasen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Corona-Delta-Welle werden die bisherigen Wachstumsschätzungen wieder heruntergenommen. Das ließ die Renditen an den Anleihemärkten deutlich nach unten gehen. Den Aktien bekam dieser Erwartungs-Schwenk nicht gut, der Dax verlor spürbar an Schwung.

 

Preiszahlen aus den USA

Im Gegensatz zum langfristigen Ausblick wird die Inflation in den USA wohl kurzfristig nochmal deutlich anziehen. Dies sollten die Zahlen in der kommenden Woche zeigen. In den Produktionswirren nach der Lockdown-Öffnung passen in vielen Volkswirtschaften Angebot und Nachfrage einfach noch nicht zusammen. Dies sollte im Juni zu einem weiteren kräftigen Preisschub geführt haben. Allerdings ist langsam die Erkenntnis gereift, dass diese Entwicklungen vorrübergehender Natur sind. Es kommen sogar schon erste Erwartungen auf, dass in den kommenden Monaten auch wieder Preissenkungen vorkommen können. Hierdurch würde die Inflationsrate dann relativ deutlich fallen.

 

 

 

 

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Azubiprojekt 2021

Derzeit läuft bei uns in der Sparkasse die Planung für unser Azubiprojekt 2021.

Meine Kollegin aus dem 1. Lehrjahr sowie drei weitere Azubis aus dem 2. Lehrjahr und ich bereiten das Projekt – welches im September stattfinden soll – gemeinsam vor.

Letzte Woche hatten wir schon unser erstes Einführungsgespräch mit unserer Ausbildungsleiterin der Frau Bobinger und der Kollegin Frau Hollmann aus der Marketingabteilung.

In dem sogenannten Kick-Off-Meeting haben wir über die Grundlagen eines Projektmanagements und die weiteren Vorgehensweisen gesprochen.

Herr Sambeth, der Leiter der Marketingabteilung, konnte an diesem Treffen aufgrund einer Fortbildung leider nicht teilnehmen, ist aber bei den weiteren Vorbereitungen mit in unserem Team dabei.

Zusammen mit den anderen Projektteilnehmern haben wir uns schon digital zu einem Meeting getroffen und darüber gesprochen, welche Ideen wir für das Projekt umsetzen können und welche Themen wir zuerst erarbeiten.

Wir haben dann direkt wieder ein Termin für unser nächstes gemeinsames Treffen vereinbart um die weitere Vorgehensweise besprechen zu können.

Ich bin sehr gespannt wie unser Azubiprojekt weiter verläuft und freue mich auf die Zusammenarbeit.

 

Milena Maschke, 1. Lehrjahr

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Frankfurt, 2. Juli 2021

Abwartende Vorfreude

An den Aktienmärkten herrschte zuletzt abwartende Vorfreude auf die in Kürze startende Berichtssaison. Die Einkaufsmanagerindizes für Juni bestätigten das anhaltend günstige fundamentale Umfeld. Trotz ihres leichten Rückgangs – der unter anderem durch lokale Corona-Ausbrüche bedingt war – ist die Stimmung in den Unternehmen weiterhin prächtig. Dass der konjunkturelle Neustart zwar kurzzeitig höhere Inflationsraten mit sich bringt, die Teuerung aber nicht ausufern wird, diese Einsicht setzte sich zuletzt insbesondere an den Anleihemärkten durch. Die Renditen für US-amerikanische und deutsche Anleihen gingen daher etwas zurück, obwohl in den USA mal wieder lauter darüber geredet wird, dass der Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik naht. Vom steigenden Ölpreis und dem Gezerre der OPEC+ um höhere Förderquoten ließen sich die Märkte wenig beirren.

Dreiklang aus Deutschland

In der kommenden Woche wird aus Deutschland der monatliche „Dreiklang“ von Auftragseingängen, Nettoproduktion und Außenhandelsdaten gemeldet. Auch die Mai-Daten werden geprägt sein von einem enormen Plus gegenüber dem Vorjahr. Sie werden aber auch Produktionsprobleme aufgrund der Lieferengpässe signalisieren. Am Mittwochabend lohnt sich die Lektüre des Protokolls der US-Notenbank-Sitzung von Mitte Juni, in der sicherlich über den Ausstiegspfad aus den Anleihekäufen gesprochen wurde. Bei den chinesischen Inflationsdaten dürfte sich im Juni nicht allzu viel getan haben, sie sollten im Wohlfühlbereich verharren. Die Aktienmärkte könnten im Vorfeld der Berichtssaison von Aufwärtsrevisionen der Gewinnprognosen der Analysten und positiven Vorankündigungen einiger Unternehmen profitieren.

 

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