Herausforderungen werden angegangen – Marktkommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Corona: Herausforderungen werden angegangen

 

 

Frankfurt, 20. März 2020

 

 

Die Einschränkungen der Weltwirtschaft durch das Coronavirus nähern sich ihrem Höhepunkt. In Europa ist die Produktion in einem bisher nicht dagewesenen Umfang angehalten worden. Das Ausmaß von Ausgangssperren wird sich vermutlich noch erhöhen. In den USA stehen ähnliche Maßnahmen unmittelbar bevor. Die neue Lage hat der Finanzmarkt mit heftigen Preiskorrekturen bei Aktien und Renten begleitet. Dank der flexiblen Reaktion der Notenbanken bleibt das Bankensystem stabil, selbst wenn in den USA in den kommenden Tagen noch weitere Belastungen aufschlagen werden. Langsam laufen erste harte Wirtschaftsdaten aus der Krisenzeit ein, die auf einen Lehman-ähnlichen Einbruch der Konjunktur schließen lassen. Trotzdem bleibt die Erwartung erhalten, dass selbst bei längeren Corona-Vorkehrungen in der Wirtschaft die Produktion deutlich schneller wieder anziehen sollte als nach der Finanzkrise.

 

 

Viele schlimme Nachrichten bereits im Markt verarbeitet

 

Die Aktienmärkte in Europa haben auf die Verschärfungen der Pandemie-Maßnahmen in dieser Woche kaum noch reagiert. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Marktteilnehmer hierzulande die neue Lage eingepreist haben. Nachholbedarf haben noch die USA. Ebenfalls schwer haben es die Anleihemärkte, denn der zusätzliche Kreditbedarf in der Wirtschaft ist nicht leicht abzuschätzen. Hier hat aber das große Anleihekaufprogramm geholfen, das die EZB in dieser Woche angekündigt hat. Nachdem sich in den vergangenen Wochen die Negativmeldungen überschlagen haben, ist nun langsam das Feld für entlastende Nachrichten und Entwicklungen bereitet – selbst wenn die Dauer der Einschränkungen für Wirtschaft und Finanzmärkte nicht unterschätzt werden sollte.

 

 

 

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Einschätzung der aktuellen Lage beim Coronavirus durch Dr. Ulrich Kater

 

Märkte weiter unter Druck – Geld- und Fiskalpolitik mit maximalem Einsatz

Frankfurt, 19. März 2020

 

Die Lage an den Finanzmärkten und erst recht in der realen Wirtschaft will sich anscheinend nicht beruhigen. Die einschränkenden Maßnahmen werden weiter verschärft: noch mehr Grenzschließungen wie etwa zwischen den USA und Kanada oder zwischen Deutschland und Österreich; in Frankreich und Belgien sind Ausgangsperren in Kraft getreten. Auch Deutschland ist in einen „freiwilligen“ Shutdown getreten, von dem sich erst noch erweisen muss, ob moralische Appelle ausreichen, um das notwendige Distanzhalten der Bürger zu erreichen. Zwar wird in vielen Fabriken noch gearbeitet, aber viele Unternehmen, darunter etwa die großen Autobauer, haben ihre Produktion bereits eingestellt. Mittlerweile machen sich auch die gerissenen Produktionsketten bemerkbar: Etwa 60 Prozent weniger Güter werden in Deutschland von den Häfen ins Land transportiert.

 

Doch gibt es auch positive Nachrichten. So hält bei allem Finanzstress gegenwärtig das Bankensystem stand. Eine Lehre der Finanzkrise war, dass Banken keine übermäßigen Wertpapierbestände halten dürfen, da diese in einem Crash sofort die Bankbilanz verheeren würden, was im Jahr 2009 auch zum Hauptproblem wurde. Seitdem sind Investmentbanking und Wertpapier-Lagerbestände deutlich abgebaut worden – eine Vorkehrung, die sich jetzt auszahlt. Die Notenbanken haben in der Finanzkrise schnelles und entschiedenes Eingreifen gelernt. Auch das ist jetzt von Vorteil: So ist der Zugang zu Liquidität für das Bankensystem zurzeit kein großes Problem – und sei es die Hinwendung zur Zentralbank. Zwar gibt es regulative Anreize und Verpflichtungen, bei einstürzenden Bewertungen Bestände abzubauen, aber auch hier haben die EZB und die Europäischen Aufsichtsbehörden Flexibilität signalisiert. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass aus der Wirtschaftskrise nicht automatisch eine Bankenkrise wird. Unterscheiden muss man hiervon allerdings die längerfristigen Auswirkungen dieses Stillstandes („Shutdown“): Unternehmen werden nach dem Shutdown eine schlechtere Verschuldungsqualität aufweisen, Rating-Agenturen werden Herabstufungen der Kreditwürdigkeit vornehmen. Dies muss in der Kreditvergabewelt „nach Corona“ erst einmal verdaut werden. Dies sind allerdings Fragen für die Zeit nach der akuten Ausnahmelage, die gegenwärtig immer noch andauert.

 

Konjunkturelle Einbrüche stärker als bei Finanzkrise – dafür aber kürzer

Europa und USA nun im Zentrum der Corona-Infektionswelle

 

Die wirtschaftlichen Einschränkungen sind so umfassend, dass mit bangem Blick auf die Folgewirkungen des Shutdown geblickt wird. Unternehmen haben nun mal nur einen relativ geringen Überschuss ihrer Erträge über ihre Kosten. Auch wenn es zur zu einer kurzen Periode mit Einnahmeausfällen, aber weiterlaufenden Kosten kommt, ist die Substanz vieler Unternehmen schnell aufgezehrt. Jeder private Haushalt, bei dem die Einnahmen jeden Monat gerade so für die Ausgaben reichen, wird dies unmittelbar nachvollziehen können. Im Unternehmenssektor trifft dies insbesondere auf viele kleine und kleinste Firmen des Mittelstandes sowie auf eine Vielzahl von Selbständigen zu. Wie robust die Bilanz dann ist, das heißt, wie viele Reserven für schlechte Zeiten vorhanden sind, variiert sehr stark von Unternehmen zu Unternehmen. Einige Branchen sind hier schwächer aufgestellt wie etwa die Gastronomie, andere besser wie etwa große Teile der Industrie. Ganz ohne Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste werden die kommenden Wochen nicht vorübergehen. Insbesondere, weil die Einschnitte beim Bruttoinlandsprodukt sogar noch größer sein könnten als bei der Lehman-Krise 2008/2009. Wesentlich für das Wiederanlaufen der Produktion nach dem Abebben der Infektionswelle sind daher die Überbrückungshilfen für die Unternehmen, genauso wie eine flexible Auslegung von Regulierungen im Bankensektor. Wichtig ist dabei, dass diese Hilfen unmittelbar zur Verfügung stehen. Wir haben in Deutschland mehr als zwei Millionen Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. Die ersticken gerade unter den laufenden Kosten. Kurzarbeit ist hier zwar ein sehr effektives Mittel, aber es muss schnell zur Hand sein, was in der Breite bei aller Effizienz der Behörden schwierig zu bewerkstelligen ist und was umso weniger wirksam ist, je kleiner der Betrieb ist. Es wäre daher zu überlegen, ob in diesem Fall nicht eine pauschale Befreiung von Abgaben für einen begrenzten Zeitraum ausgesprochen werden könnte, um die laufenden Kosten so schnell wie möglich spürbar zu senken. Auch bei der Kreditüberbrückung ist Geschwindigkeit gefragt. Hier muss im Nachgang die Frage beantwortet werden, die stark im Einzelfall Überbrückungskredite die Bilanz der Unternehmen belasten und inwieweit Kredite in nicht rückzahlbare Hilfen umgewandelt werden müssen.

 

Dass die Finanzmärkte auf die vielen Hilfsangebote von Regierungen und Staaten nicht zu reagieren scheinen, liegt an einer anderen Unsicherheit: Regierungen und Notenbanken können viel ankündigen, eines aber nicht: das Ende der Infektionswelle. Die Unsicherheit über die Länge der gegenwärtigen Einschränkungen ist es, die den Finanzmärkten die größten Schmerzen bereitet.

 

„Quarantänemaßnahmen“ bestimmen die wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Konsequenzen hängen gravierend davon ab, wie lange die Einschränkungen gelten. Bleibt es bei einem Zeitraum von etwa vier Wochen, so ist es wahrscheinlich, dass die Rückkehr zur Normalität schnell vonstatten geht. Dauert dieser Zustand aber länger an, womöglich sogar Monate, haben wir hinterher eine andere Wirtschaft als vorher.

 

Wir haben für Deutschland verschiedene Konjunkturverläufe simuliert und dabei für das zweite und die Folgequartale in Abhängigkeit von zwei elementaren Faktoren Setzungen vorgenommen: dem Ausmaß der Quarantänemaßnahmen und deren Dauer. Denn es deutet sich immer stärker an, dass die Quarantänemaßnahmen umfassender und langwieriger werden könnten als bisher gedacht. Dabei wurden die Szenarien nach der Stärke des Wirtschaftseinbruchs – gemessen an der Abweichung zum Vor-Corona-Szenario und nach der Geschwindigkeit des Aufholprozesses im zweiten Halbjahr unterteilt. So führt etwa ein 15-prozentiger Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal zu einem Rückgang der deutschen Bruttowertschöpfung im Gesamtjahr 2020 um 2,7 Prozent, wenn im dritten Quartal wieder eine vollständige Normalisierung stattfindet, also die Auslastung wieder auf das Niveau von vor Corona zurückkehrt. Wird jedoch nur eine Erholung auf 50 Prozent der normalen Wirtschaftsleistung erreicht, so belaufen sich die Einbußen für die deutsche Volkswirtschaft auf 4,5 Prozent.

 

Schon ein ursprünglicher Rückgang im zweiten Quartal von 17 statt 15 Prozent bedeutet bei vollständiger Normalisierung der Wirtschaft im dritten Quartal eine jahresdurchschnittliche Schrumpfung um 3,3 Prozent oder einen Verlust von 151 Mrd. Euro gegenüber dem Vor-CoronaSzenario. Beträgt dann die Erholung im dritten Quartal nur 50 Prozent, beläuft sich die Schrumpfung auf 5,5 Prozent und der Verlust auf 227 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2020. Das negativste Szenario in dieser Matrix mit einem Einbruch um 17 Prozent im zweiten Quartal und nur einer sehr schleppenden Produktionswiederaufnahme im dritten Quartal würde einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,2 Prozent und einen Verlust von 251 Mrd. Euro bedeuten.

 

Diese Zahlen zeigen die starke Sensitivität der wirtschaftlichen Konsequenzen gegenüber dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und verdeutlichen, wie eminent wichtig es ist, die wirtschaftlichen Einschränkungen zeitlich so kurz wie möglich zu halten. Die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus muss schnellstmöglich gestoppt werden.

 

Nach den neuesten Entwicklungen erscheint uns gegenwärtig das Szenario am wahrscheinlichsten, bei dem sich die Belastungen für die Konjunktur bis in den Mai hineinziehen. Damit gehen gegenüber dem VorCorona-Szenario ca. 15 Prozent der Wirtschaftsleistung verloren, große Teile dieses Verlusts dürften aus der Industrie und dem Wirtschaftsbereich „Handel-Gastgewerbe und Verkehr“ stammen. Der Produktionsausfall des zweiten Quartals wird annahmegemäß jeweils zur Hälfte im dritten und vierten Quartal nachgeholt wird. In diesem Szenario sollte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2020 um 4,5 Prozent schrumpfen.

 

Auch für die anderen Regionen haben wir unsere Einschätzungen noch einmal in ähnlichem Ausmaß nach unten angepasst. Wir erwarten nun im Gesamtjahr 2020 für Euroland eine Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts von 4,3 Prozent und für die USA um 1,0 Prozent.

 

Historischer Absturz des ifo Geschäftsklimas

Heute Vormittag rückten die Daten mit dem historischen Einbruch des ifo-Geschäftsklimas der Realität etwas näher. Die bislang veröffentlichten Wirtschaftsdaten hatten sich jeweils immer noch auf einen Zeitraum erstreckt, in dem das ökonomische Corona-Desaster noch nicht absehbar bzw. zu spüren war. Wir sprachen daher von der Inkubationsphase. Jetzt wird die Infektion der deutschen Wirtschaft mit dem Coronavirus mehr als deutlich. Die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen haben sich geradezu pulverisiert. Der Rückgang der Lageeinschätzung und des Geschäftsklimas insgesamt waren etwas geringer, aber nicht minder dramatisch. Die Rückgänge übertrafen die in der globalen Finanzkrise 2008/2009 bei weitem.

 

Die Unternehmensstimmung kollabierte mit Ausnahme der Bauwirtschaft (leichterer Rückgang) in allen Wirtschaftsbereichen (Industrie, Handel, Dienstleister). Was Brexit und Handelsstreit nicht geschafft hatten, vollbringt ein mikroskopisch kleiner Virus: Deutschland, Europa und die Weltwirtschaft stürzen in eine massive Rezession. Es bleibt zu hoffen, dass diese harte Phase schnell vorübergeht, um dann in eine kraftvolle Erholung zu münden.

 

 

 

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Corona-Panik an den Börsen

 

 

 

Frankfurt, 13. März 2020

 

 

Jetzt ist sie in offene Panik übergegangen, die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus. Diese Panik bescherte den Börsen eine schwarze Aktienwoche: Der weltweite Index (MSCI-Welt) gab fast 20 Prozent nach, in Deutschland sank der DAX von den niedrigen Anfangsniveaus nochmals um fast 15 Prozent. Härter traf es die Italiener: die Mailänder Börse gab mehr als 30 Prozent ab. Sogar die Krisenwährung Gold wurde verkauft. Der Grund: die meisten Marktteilnehmer wollen jetzt Liquidität aufbauen. Es wird wahrscheinlicher, dass Notenbanken und Regierungen über die bisherigen Maßnahmen hinaus zu einer konzertierten Aktion greifen, um den Abwärtsstrudel zu stoppen. Der Hintergrund liegt natürlich weiterhin in den Beeinträchtigungen der Wirtschaft durch die Pandemie. Daher wird der eigentliche Schlüssel zur Beruhigung im Verlauf der Ansteckungszahlen liegen.

 

Eine weitere Krisenwoche

 

Die klassischen Wirtschaftsdaten werden in der kommenden Woche an den Märkten keine Rolle spielen, da sie lediglich zurückschauen. Vielmehr wird die Entwicklung der Corona-Krise zur Messlatte für die Finanzmärkte. Da ist einmal die Ausbreitung der Krankheit selber. Dabei sollte in Europa der Höhepunkt der Fallzahlen eher erreicht werden als in den USA. Aber auch in China wird sorgfältig beobachtet werden, ob die bisherige Beruhigung anhält. Als zweites stehen die Finanzmarktentwicklungen im Mittelpunkt. Hier sind bei weiterem Abwärtsdruck an den Märkten größere Maßnahmenpakete von Notenbanken und Regierungen zu erwarten, um die Verkaufsspiralen zu unterbrechen.

 

 

 

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Interview mit Stefan Keitel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Geschäftsführung der Deka Investment

„Der Mut hat sich gelohnt“

 

Herr Keitel, zum achten Mal 5 Sterne bei Capital*, Platz

4 bei den Universalisten und 4,2 Punkte besser als im

Vorjahr. Was war hier ausschlaggebend?

Wir haben in allen Kategorien unser Vorjahresergebnis

halten oder verbessern können. Darüber freuen wir uns.

Vor allem hat die gute Performance unserer Fonds einen

großen Teil zu dem Erfolg beigetragen.

 

Was war Ihrer Meinung nach ausschlaggebend für die

gute Performance?

Antizyklisch vorzugehen ist meist der Schlüssel zum Erfolg

in der Geldanlage. 2019 haben hier insbesondere Aktien

gut abgeschnitten und dort waren wir im ersten Quartal

übergewichtet. Gleiches gilt für unsere Positionierung bei

Schwellenländer-Anleihen, und Gold hat sich ebenfalls

ausgezahlt.

 

Einer unserer Top-Fonds ist laut Capital der Deka-

Deutschland Nebenwerte. Was zeichnet den Fonds

aus?

Der Fonds ist gut gelaufen, weil wir uns auf kleinere

börsennotierte Unternehmen in Deutschland

konzentrieren. Die regelmäßigen Unternehmensbesuche

aufgrund der kurzen Wege zahlen sich hierbei aus. Zudem

gibt es in Deutschland sehr viele „Hidden Champions“, die

neue Absatzmärkte erschließen und dadurch wachsen

können. Konjunktureller Rückenwind hat uns in 2019

ebenfalls geholfen, denn Deutschland ist weiterhin ein

Industrie-Export-Land.

 

 

Wie war dann der Start 2020? Und was erwarten wir

dieses Jahr noch?

Zu Beginn des Jahres zeigten sich die Aktien- und

Anleihemärkte trotz einiger geopolitischer Themen sehr

konstruktiv. Die Ängste vor den Auswirkungen des Corona-

Virus haben all dies in kürzester Zeit überlagert und die

Märkte rund um den Globus in die Tiefe geschickt. Wir

nehmen die Sache sehr ernst, haben in Teilen auch bereits

reduziert, denken bei weiteren Kursverlusten aber eher

über Zukäufe nach, da sich unsere Grundannahmen für

2020 nicht wesentlich verändert haben.

* Quelle Auszeichnung: Capital-Heft 03/2020.

 

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds
sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen
Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher
Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche
Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de, erhalten.

 

Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren verlost Riesen-Delfin

Zum Weltspartag verloste die Kreis- und Stadtsparkasse einen XXL-Delfin. Ralf Wohlfahrt, Teilmarktleiter der Geschäftsstelle Neuer Markt in Neugablonz übergab den Delfin an die strahlende Gewinnerin Ceylin Sert.

Pressemitteilung 26. November 2019

Festliches Konzert zum Advent

Eine Stunde stimmungsvoller Chormusik gestaltet das Mendelssohn Vocalensemble unter Leitung von Karl Zepnik am Sonntag, 15. Dezember um 17 Uhr in der Stadtpfarrkirche St.

Martin. Mit Kompositionen von Francois Poulenc (Magnum mysterium), Felix MendelssohnBartholdy (Frohlocket ihr Völker) und internationalen Adventslieder aus Schweden, Spanien, England, Frankreich und Deutschland lassen die 36 Sängerinnen und Sänger weihnachtliche Vorfreude spürbar werden. Als Solist ist der Bariton Daniel Rüller bei einem schwedischen Weihnachtslied zusammen mit Chor und Orgel zu hören. Die Oberallgäuerin Catharina Natterer spielt zwischen den Chorwerken verträumte Meditationen auf der Harfe.

Präsentiert wird das Konzert von der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren zusammen mit der Kirchenmusik St. Martin. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Stefan Bosse zusammen mit Stadtpfarrer Bernhard Waltner übernommen. Der Beginn des Konzerts in der Kaufbeurer Stadtpfarrkirche St. Martin ist um 17 Uhr, Einlass ab 16.30.

 

Info: Karten gibt es im Vorverkauf in der Sparkassen-Geschäftsstelle Neugablonz Neuer Markt, im Musikhaus Pianofactum, in der Geschäftsstelle des Kreisboten sowie am Veranstaltungstag ab 16 Uhr am Kirchenportal.

 

Die digitale Welt des Bankings – Erfahrungen

Nutzen Sie die Chance…! Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren verlängert wegen der intensi-ven und tollen Nachfrage das Angebot, in der Sparkassenpassage in der REDBOX die digitale Welt des Bankings hautnah zu erleben. Die digitale Geschäftsstelle ist nun noch bis zum 2. August (10-17 Uhr) und von 12.8-16.8 für die Besucher täglich von 9-13 Uhr geöffnet.

Seit 7. Juni sind die Auszubildenden der Kreis- und Stadtsparkasse mit ihrem Projektteam in die RED BOX eingezogen und erklären die Welt des digitalen Bankings.

Die vergangenen Wochen haben dem Team gezeigt, dass es diese Form von Digitaler Ge-schäftsstelle noch nie bei einer Bank in der Umgebung gegeben hat. Trotz aller Aktualität der Digitalisierung und Präsenz in den Medien sind die digitalen Coaches in der REDBOX mit vielen Themen zum Online-Banking sehr stark nachgefragt.

„Ich war überrascht mit welchem großen Interesse und welcher Offenheit die Menschen auf uns zugehen und fragen,“ sagt Marc Abholz, Projektleiter der RED BOX. „Die Themen sind ganz unterschiedlich. Manche stecken ganz aktuell im Umstellungsprozess zum Online-Banking drin und kennen sich detailliert aus. Andere haben bisher noch keinen Kontakt damit und manchmal auch Vorurteile. Da können wir vieles richtig stellen.“

„Welche Änderung muss ich bei meinem Girokonto durch das Online-Banking erwarten“?
„Kann jeder das Online-Banking der Sparkasse Kaufbeuren nutzen?“
„Ist das Online-Banking sicher, obwohl ich es nur über zwei Apps nutze?“
„Wer hilft mir bei Fragen rund um das Thema Online-Banking?“
„Habe ich dann immer noch persönliche Ansprechpartner am Service?“
„Gibt es die ganzen Angebote des Online-Bankings wie z.B. den elektronischen Safe für mei-ne Dokumente wirklich kostenlos?“

In den ersten 3 Wochen konnte das Team um Herrn Abholz weit über 600 interessierten Kunden und Nichtkunden aktiv weiterhelfen, informieren und digitale Tipps geben.

Gut angekommen ist auch die Idee, dass sich das RED BOX-Team Unterstützung bei den Kol-legen in der Sparkasse geholt hat. Ob Sachbearbeiter, Bereichsleiter oder Kundenberater, viele Mitarbeiter sind in der RED BOX abwechselnd als Digitale Berater mit dabei. „Das hat ganz tolle Effekte für unser Projekt. Die Kollegen werden alle digital fit gemacht und es macht unheimlich Spaß, mit vielen unterschiedlichen Zusammensetzungen zu arbeiten. Da können wir alle von einander profitieren,“ freut sich das Projektteam.

Und was ist in der RED BOX am gefragtesten?
„Das lässt sich gar nicht so ganz genau sagen“, meint Nico Wagner vom RED BOX Team. „Die VR-Brille zur virtuellen Immobilienbesichtigung ist sehr beliebt. Die Möglichkeit, so einfach unterschiedliche Einrichtungsstile und verschiedene Ansichten der Häuser zu gene-rieren überrascht viele. Aber auch die Nutzungsvielfalt der Apps wird immer wieder nachge-fragt. Ob Kwitt oder e-Safe. Wir zeigen den Menschen gerne wie einfach das geht.“

Die Sparkassen-App ist deutschlandweit die beliebteste Finanz-App und Testsieger bei Stif-tung Warentest – das wissen viele Kunden nicht. „Gerade, wenn es um Bedienungsfreund-lichkeit und Sicherheit geht, können wir damit gut argumentieren,“ freut sich Lisa Boch aus dem Team. „Ich hatte sehr viele, sehr gute Gespräche hier in der RED BOX. Es ist schön, den Menschen weiterzuhelfen und ihre Fragen gut beantworten zu können.“

Das Team hat in der 7-wöchigen Phase der Umsetzung immer noch alle Hände voll zu tun.

„Wir wollen immer wieder neue Hingucker schaffen in der RED BOX:
So wie unser digitales Spendenterminal, an dem jeder für einen guten Zweck 1 € spenden kann und gleichzeitig die Kontaktlosfunktion auf seiner EC-Karte testen kann. Dieser Termi-nal ist noch bis zum 30. Juli in der digitalen Geschäftsstelle.

„Ein weiteres Highlight ist für nächste Woche geplant: Für den 25. Juli konnten wir von 17-18 Uhr einige Spieler des ESVK für eine Autogrammstunde in der REDBOX gewinnen“, berichtet Michael Sambeth, der die Azubis in der Projektsteuerung unterstützt. Die Spieler Alex Thiel, Daniel Oppolzer, Florian Thomas und Jonas Wolter werden für die Fans vor Ort sein und Fra-gen beantworten.

Und dann ist am 31.7. Schluss mit der RED BOX?

„Wir haben uns dazu entschieden, die REDBOX bis zum 2. August verlängern und in der Wo-che vom 12.-16. August die REDBOX von 9-13 Uhr zu öffnen. Die Nachfrage ist groß und un-sere Motivation hier weiter zu machen auch.“ so das Projektteam.

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka Bank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Sorglosigkeit

Frankfurt, 12. Juli 2019

Die Geldpolitik wird es schon richten, irgendwie und auf jeden Fall. Zumindest US-Börsen feierten sich in dieser Woche, was sich am Aktienindexverlauf des S&P500 ablesen lässt. Das Börsenbarometer stieg über 3.000 und der Dow Jones-Index kletterte über die Marke von 27.000 Punkten. Zinssenkungserwartungen an die US-Notenbank begründet diese mit der Verunsicherung um die Weltkonjunktur vor allem aus den Handelsstreitigkeiten. Scheinbar macht sich Sorglosigkeit an den Märkten breit, der die Aktienmärkte trägt und Zinsaufschläge an Anleihemärkten drückt. Risiko wurde in den letzten Tagen gesucht: Die Emission der 50jährigen italienischen Staatsanleihe war bei einer Rendite von lediglich 2,84 Prozent vielfach überzeichnet. Immerhin, Produktionsdaten aus der Eurozone sowie Inflations- und Arbeitsmarktindikatoren aus den USA fielen ordentlich aus. Kein Grund zur Sorge um einen freien Fall der Konjunktur.

Blick ‚gen Osten: Wie geht ’s China?

Gleich am Montag werden wir erfahren, wie stark die chinesische Volkswirtschaft im zweiten Quartal gewachsen ist. Es sollte ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von mehr als 6 Prozent gemeldet werden. Ein solides Resultat, das trotz aller Unsicherheiten im Handelskonflikt mit den USA wahrscheinlich ist. Zumindest wird dort wieder miteinander verhandelt. Zur Wochenmitte erfahren wir dann, wie es um die amerikanische Industrie und den Einzelhandel bestellt ist. Den US-Daten kommt im Hinblick auf die Zinssenkungsphantasien eine hohe Bedeutung zu. Nicht zu vergessen ist, dass die Berichtssaison in den USA in der kommenden Woche startet.

Ihre Ansprechpartner in der Deka-Gruppe
Holger Ulrich
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Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen

Die US-Notenbank hat sich entschieden

Frankfurt, 22. März 2019

Konjunkturindikatoren hatten es diese Woche schwer, an den
Finanzmärkten durchzudringen. Unerfreulich sind die am Freitag
gemeldeten deutlichen Rückgange bei den europäischen
Einkaufsmanagerindizes dennoch. Hingucker war indes die amerikanische
Notenbank: Die Fed hat sich entschieden, den amerikanischen Leitzins in
diesem Jahr nicht mehr anzuheben. Auch die Reduzierung der
Zentralbankbilanz soll schon ab Oktober eingestellt werden. Die Anleihenund
Devisenmärkte reagierten lehrbuchmäßig auf diesen ersten Schritt
einer geldpolitischen Normalisierung: Die Renditen kurzläufiger
Staatsanleihen gaben nach und der US-Dollar verlor gegenüber dem Euro.
Damit trägt die Notenbank den vielen Risikothemen Rechnung. Die
Aktienmärkte kamen letztlich eher uneinheitlich durch die Woche.

Kaugummi-Strategie beim Brexitvorgehen
Man mag kaum mehr zusehen, aber sowohl der Brexit als auch die
Handelsgespräche zwischen den USA und China ziehen sich wie Kaugummi
in die Länge. Damit lösen sich die Risikothemen eben auch nicht schon
bald auf, die Unsicherheiten bleiben für die Börse erhalten. Einmal mehr
stehen in den nächsten Tagen die Abstimmungen im britischen Parlament
im Fokus. Die eigentliche Deadline, der 29. März, ist zwar mit dem jüngsten
EU-Gipfel Makulatur geworden, nun ist der 12. April der neue 29. März. Am
Montag könnte zunächst aber das ifo Geschäftsklima die Stimmung am
Frankfurter Börsenparkett vorgeben, Rückgänge sind hier wahrscheinlich.

Ihr Ansprechpartner
Michael Sambeth
Leiter Marketing
08341 808-443

SG Handball Kaufbeuren Neugablonz erhält Spende

Sparkasse Kaufbeuren überrascht Kooperationspartner mit einer Spende

„Die leistungsorientierte Jugendarbeit der SG Handball Kaufbeuren Neugablonz ist eines ihrer Aushängeschilder. Denn nur durch eine attraktive Nachwuchsförderung kann langfristig in Kaufbeuren ein attraktiver Handball gespielt werden“, erklärt Angelo Picierro, Vorstandsmitglied der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren.

Beim Derby der SG Handball Kaufbeuren Neugablonz gegen die SG Handball Biessenhofen Marktoberdorf am 23. März überraschte die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren die Mitglieder und Fans mit einer Spende in Höhe von 1.000 € zu Gunsten des Vereins.

Vor Spielanpfiff überreichte Angelo Picierro einen Scheck in Höhe von 1.000 € an Werner Schenk (Vereinsvorsitzender) und Rene Westermayr (Jugendkoordinator), die als Vorstandschaft des Vereins die Zukunft der Spielgemeinschaft weiterentwickeln möchte.

Als langjähriger Kooperationspartner ist es der örtlichen Sparkasse ein großes Anliegen, die SG Handball nachhaltig bei ihren Projekten, speziell im Bereich der Nachwuchsförderung, zu unterstützen und zu begleiten. Denn nur durch ein lebendiges Netzwerk können langfristige Ziele erreicht werden.

Im Anschluss an die Spendenübergabe konnten die Fans und die Sparkassenvertreter noch ein intensives Spiel mit einem verdienten Sieg (27:26) für die SG verfolgen.

Kreis-und Stadtsparkasse Kaufbeuren
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Pressemitteilung
25. März 2019